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Krisen gestern und heute
eine Analyse der Krisen- und Katastrophenvorbereitung österreichischer Behörden und Organisationen im kommunikativen Bereich unter Miteinbeziehung von Experteninterviews mit Zuständigen des Zivil- und Katastrophenschutzes und qualitativer Bevölkerungsbefragung
Elisabeth Oswald
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Friedrich Hausjell
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.12565
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30306.03658.675264-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
„Es muss zuerst mol wos passieren, damit wos passiert.“ (Interview mit Martin Bierbauer, Landessekretär des Zivilschutzverbandes Burgenland) Diese Arbeit baut auf einer vorhergehenden Arbeit der Autorin auf, die das Informations- und Kommunikationsverhalten einer bestimmten Bevölkerungsgruppe nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im April 1986 anhand Oral History Interviews untersucht hat. Dabei kritisierte die befragte Bevölkerung vor allem die fehlenden Informationen seitens der zuständigen Organisationen und das Verhalten der Politik. In dieser Arbeit wird versucht, die gegenwärtige Situation des österreichischen Zivil- und Katastrophenschutzmanagements darzustellen um herauszufinden, ob es Veränderungen und Verbesserungen, vor allem im kommunikativen Bereich, im Umgang mit Krisen und Katastrophen gegeben hat. Dazu wurden Experteninterviews mit Zuständigen aus dem Zivil- und Katastrophenschutz - u.a. mit Experten des Bundesministeriums für Inneres, der Landesregierung Burgenland oder des Österreichischen Zivilschutzverbandes - geführt. In den Gesprächen mit den Experten gilt es herauszufinden, welche Veränderungen es im Kommunikationsbereich seit 1986 gegeben hat, welche Rolle Krisenprävention dabei spielt und wie sie das Bewusstsein der Menschen für den Zivil- und Katastrophenschutz einschätzen. In den Interviews mit einer bestimmten Bevölkerungsgruppe wurde auf den Stellenwert von Präventionsmaßnahmen im Zivil- und Katastrophenschutz eingegangen sowie auf die Bedürfnisse von Menschen in einer Krise oder Katastrophe auf die Anforderungen, die sie an die Zuständigen des Krisen- und Katstrophenschutzes stellen. Dabei galt es herauszufinden, weshalb sich Menschen nicht mit den Inhalten über Krisen- oder Katastrophenprävention auseinandersetzen und ob Angsterzeugung dabei eine Rolle spielen könnte. Im theoretischen Teil der Arbeit wird ein Überblick über die Strukturen im österreichischen Zivil- und Katstrophenschutzmanagement gegeben und auf die Kommunikation mit der Bevölkerung in einer Krise oder Katastrophe eingegangen. Anhand des „Represser/Sensibilisierer-Modells“ versucht die Autorin darzustellen, warum sich Menschen mit Themen der Krisen- und Katastrophenprävention nicht intensiv auseinandersetzen und welche Bewältigungsstrategien Menschen an den Tag legen, um nicht mit angsterzeugenden Informationen und Situationen konfrontiert zu werden.
Abstract
(Englisch)
“Until something changes, something has to happen first.” (Interview with a responsible person of the Civil Protection Association) This thesis is based on a previous thesis of the author on the information and communication behavior of a particular population group, after the nuclear disaster at Chernobyl in April 1986, based on oral history interviews with an Austrian population group. Here, the population surveyed criticized the lack of information by the responsible agencies and the conduct of policy. This thesis aims to describe the current situation of the Austrian civil protection and disaster management to find out if changes and improvements dealing with crises and disasters have been made, especially in the communication sector. For that purpose, interviews were made with those responsible experts in the civil protection and disaster relief; also experts from the Federal Ministry of the Interior, the provincial government of Burgenland and the Austrian Civil Protection Association have been questioned. The discussions with the experts point out what changes in communication strategies have developed since 1986, what role the crisis prevention process has played and how the people’s awareness of the civil protection and disaster relief have been assessed. In the interviews with the same specific population group as in the last thesis, the author revealed the importance of preventive measures in the civil protection and disaster relief. Also, the needs of people in crisis or disaster, have been indicated identifying their demands towards the responsible person in the crisis and disaster management. It was to find out why people do not deal with the contents of crisis or disaster prevention and whether a trigger causing fear could play a role. In the theoretical part of the thesis, an overview of the structures in the Austrian civil and disaster protection management is given and received on communication with people in a crisis or disaster. On the basis of "repressors / sensitizer model" the author tries to identify why people do not address crisis issues and disaster prevention more thoroughly and how people with all sorts of coping strategies manage not to get confronted with anxiety generating information.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Zivilschutz Katastrophenschutz Krisenmanagement Zivilschutzverband Tschernobyl
Autor*innen
Elisabeth Oswald
Haupttitel (Deutsch)
Krisen gestern und heute
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse der Krisen- und Katastrophenvorbereitung österreichischer Behörden und Organisationen im kommunikativen Bereich unter Miteinbeziehung von Experteninterviews mit Zuständigen des Zivil- und Katastrophenschutzes und qualitativer Bevölkerungsbefragung
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
336 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Hausjell
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft
AC Nummer
AC08776346
Utheses ID
11331
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1