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Blindheit am Theater
Überlegungen zur Dramatisierung von Blindheit anhand ausgewählter Theaterstücke
Barbara Hamp
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Monika Meister
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.12831
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30326.97479.733662-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit setzt sich in zwei Teilen mit der Frage nach der Bedeutung von „Blindheit am Theater“ auseinander: erstens wird der Frage nachgegangen, warum Blindheit am Theater thematisiert wird; zweitens wird untersucht, welche Themen menschlicher Existenz anhand von Blindheit am Theater behandelt werden. Im ersten Teil erfolgt anfangs eine etymologische und lexikalische Definition von „Blindheit“ und „Theater“. Dabei wird „Blindheit“ als „Fehlen von Sehen“ bezeichnet, wobei das Sehen und insbesondere der Blick ein Vorgang zwischen Sehendem und Gesehenem ist. „Theater“ als „Ort zum Schauen“ zeigt einerseits auf der Bühne Figuren mit bestimmten Identitäten und etabliert andererseits durch die theatrale, visuelle Kommunikation DarstellerInnen und ZuschauerInnen als solche. Bezugnehmend auf J. Lacans psychoanalytische Theorie des „Spiegelstadiums als Bildner der Ichfunktion“ wird dann auf die Bedeutung des Sehens für die Bildung des Ichs und menschlicher Identität eingegangen. Fehlt der Blick, wie bei Blindheit, ist die Idee menschlicher Identität in ihren Grundfesten in Frage gestellt. Das Auf-die-Bühne-Bringen von Blindheit verweist nun auf diese Brüchigkeit der menschlichen Identitätskonzeption und somit auch auf die verschiedenen Ebenen von Identitätsbildung am Theater. Im zweiten Teil zeigt die Analyse verschiedener Bedeutungsformen von Blindheit anhand ausgewählter Theaterstücke mögliche Reflexionsebenen auf. Unter den Punkten „Blendung als Strafe“, „Blindheit als Mehr-Wissen“, „Blindheit als Nicht-Wissen“, „Blindheit als ein Zeichen des Verfalls“ und „Sehen als Leid“ werden verschiedene Fragestellungen in Bezug zu menschlicher Existenz untersucht und anhand von Dramenbeispielen der AutorInnen Sophokles, F. Dürrenmatt, D. Loher, M. Maeterlinck und S. Beckett veranschaulicht. Die Thematisierung von Blindheit am Theater verweist auf die Brüchigkeit von menschlichen Identitätskonzepten und stellt diese somit zur Reflexion und Aushandlung.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
blindness theatre
Schlagwörter
(Deutsch)
Blindheit Theater
Autor*innen
Barbara Hamp
Haupttitel (Deutsch)
Blindheit am Theater
Hauptuntertitel (Deutsch)
Überlegungen zur Dramatisierung von Blindheit anhand ausgewählter Theaterstücke
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
122 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Monika Meister
Klassifikation
24 Theater, Film, Musik > 24.29 Theater: Sonstiges
AC Nummer
AC08407042
Utheses ID
11553
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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