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Das Bild der Frau in der türkischen Dorfliteratur
Sara Oran
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Gisela Procházka-Eisl
DOI
10.25365/thesis.12897
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29496.19585.536165-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich in zweifacher Form mit dem Bild der Frau in der türkischen Dorfgesellschaft. Einerseits wird ein Abriss der historischen Bedingungen für die Frauen in der Türkei allgemein sowie in den ländlichen Regionen im Speziellen gegeben, andererseits wird die Darstellung der Frau in der türkischen Dorfliteratur untersucht.
Der erste, theoretische Teil der Arbeit konzentriert sich besonders auf die Position der Frauen in der Gesellschaft sowie der Familie im Laufe der Geschichte und ihre Situation auf dem Land mit besonderem Augenmerk auf die dort herrschenden Wert- und Normenvorstellungen. Wie sich herausstellt, sind nicht nur diese, sondern auch die Rollendifferenzierung, die sich in der ländlichen Großfamilie im Dorf abzeichnet, ein wichtiger Aspekt im Leben der Frau.
Anfang des 20. Jahrhunderts vollzog sich ein Wandel in der türkischen Gesellschaft, der auch Veränderungen für die Situation der Frauen mit sich brachte. Diese Verbesserungen, die mehr Rechte für sie brachten und auf dem Ziel der neuen Regierung, die traditionellen Normen- und Wertvorstellungen zu beseitigen, beruhten, blieben allerdings auf die Frauen in den Städten beschränkt. Am Land änderte sich nichts an der gesellschaftlichen Lage der Frau und sie musste sich weiterhin den traditionellen Wertvorstellungen und Rollendifferenzierungen ergeben. Das bedeutet, dass sie nach wie vor gegenüber den Männern eine niedrigere Position einnahmen und diese nur mit steigendem Alter und der Geburt von Söhnen verbessern konnten.
Anhand der als Hauptgegenstand dieser Arbeit untersuchten acht Prosawerke erfolgt ein Vergleich der Frauenbilder, wobei sie im Hinblick auf ihre Rolle in der Familie und der Dorfgesellschaft sowie bezüglich der Ausprägung von Unterdrückung und Stärke einander gegenübergestellt werden. Die gelesenen Werke vermitteln ein Bild der Frau, das nicht wesentlich von dem in der theoretischen Literatur beschriebenen abweicht und ihre Untergebenheit unter die Traditionen der Dorfgesellschaft sowie die Macht der Männer wiederholt darstellt.
Die Verfasserin nahm eine Einteilung in drei, sich durch Ansehen und Einfluss der Frauen und durch ihr Alter unterscheidende Gruppen vor, die sowohl für ihre Rechte kämpfende wie auch sich ihrem Schicksal ergebende Frauen repräsentieren.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Türkische Dorfliteratur
Autor*innen
Sara Oran
Haupttitel (Deutsch)
Das Bild der Frau in der türkischen Dorfliteratur
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
113 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gisela Procházka-Eisl
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.00 Sprach- und Literaturwissenschaft: Allgemeines
AC Nummer
AC08427789
Utheses ID
11612
Studienkennzahl
UA | 386 | | |
