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Biographizität als Bewältigungskonzept
die Suche nach dem 'guten Leben' am Beispiel der Romanfigur Raimund Gregorius ; eine wissenschaftliche Erschließung eines zeitgenössischen Romans für (sozial-)pädagogische Erkenntnisse
Jasmin Maria Kohlhauser
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Reinhold Stipsits
DOI
10.25365/thesis.12924
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30447.42126.985553-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit untersucht, wie sich im Roman ‚Nachtzug nach Lissabon‘ von Pascal Mercier die Suche nach dem individuellen ‚guten Leben‘ darstellt. Es wird dabei der Frage nachgegangen, wie sich der Bildungsweg der Hauptfigur hin zum Konzept der Biographizität begreifen lässt, da hier von der These ausgegangen wird, dass Biographizität als eine via transitorischer Lernprozesse zu erwerbende Ressource betrachtet werden kann, die die Möglichkeit bietet der Suche nach dem ‚guten Leben‘ auf die Spur kommen bzw. an dieser Suche teilhaben zu können.
Es wird in diesem Vorhaben nach einer theoretischen Auseinandersetzung – wie sich die pädagogische Beschäftigung mit fiktiven Texten begründen lässt – untersucht, inwieweit die exemplarische Betrachtung der Romanfigur als Forschungsgegenstand zur Beschreibung jenes Bildungsweges herangezogen werden kann. Um diese pädagogisch-hermeneutische Betrachtung durchführen zu können, baut sich die Arbeit in einer methodischen Absicht hin zur Interpretation des Romans auf. So wird in einem theoretischen Teil unter einem sozialpädagogischen Blickwinkel der Frage nachgegangen, wie sich die Suche nach dem ‚guten Leben‘ in der gegenwärtigen Gesellschaft gestaltet. Dabei wird diese Suche als ein wichtiges Gut in der Gesellschaft betrachtet, das aufgrund von Freisetzungs- und Individualisierungsprozessen als Aufgabe in die Hand jedes/r Einzelnen gelegt wird. Somit kann die Suche nach dem ‚guten Leben‘ als eine individuell zu bewältigende Herausforderung betrachtet werden, für deren Bewältigung nicht jedes Individuum die gleichen Ausgangsbedingungen mit sich bringt. In einem weiteren Schritt wird das Konzept der Biographizität als analytische Kategorie zur Betrachtung des Romans eingeführt und erläutert. Dabei wird der These nachgegangen, dass Biographizität als ein mögliches Bewältigungskonzept betrachtet werden kann, um an dieser Suche teilhaben zu können. Vor dem Hintergrund dieses theoretischen Bezugsrahmens lassen sich in einem weiteren Schritt erkenntnisleitende Fragen formulieren, die die Analyse des Romans lenken.
Abstract
(Englisch)
This master thesis is dedicated to an analysis of Pascal Mercier’s ‚Nachtzug nach Lissabon‘ in the context of the search for a personal ‚good life‘. I therefore want to explore the question of how the protagonist’s educational progress works towards – or is represented in – the concept of biographicity, following the underlying assumption that this concept can be understood as a resource that’s acquired via transitory learning processes and used as an instrument of research into ‚good life‘ issues.
After a theoretical discussion of the pedagogic examinations of fictional texts, the thesis investigates in how far the exemplary consideration of the protagonist as a discrete object of research is viable and valid to further elaborate on these educational progresses. In order to accomplish a thorough reflection of this topic, a pedagogic-hermeneutical approach is used, corresponding to the methodological intention of context related literary interpretation.
Thus, a theoretical section is dedicated to the question of how contemporary society enables and arranges the search for ‚good life‘. This search is considered a valuable resource that is more and more a task of the single individual due to processes of individualization and social disambedding. Therefore, the search for ‚good life‘ can be regarded as an individual challenge, which individuals engage in with different capabilities and resources at hand.
In a additional step, the concept of biographicity is presented and contextualized as an analytical category for reflections on the novel. Biographicity hereby becomes a measure or instrument for coping with the search for ‚good life‘ and enabling participation in it. Against this theoretical background, essential epistemological questions can be raised that allow to navigate through the analysis of the novel along the line of my basic research assumptions.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
biographicity "good life"
Schlagwörter
(Deutsch)
Biographizität "Das gute Leben"
Autor*innen
Jasmin Maria Kohlhauser
Haupttitel (Deutsch)
Biographizität als Bewältigungskonzept
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Suche nach dem 'guten Leben' am Beispiel der Romanfigur Raimund Gregorius ; eine wissenschaftliche Erschließung eines zeitgenössischen Romans für (sozial-)pädagogische Erkenntnisse
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
124 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhold Stipsits
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC08498558
Utheses ID
11632
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
