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Gespräch-Sein
zur Frage nach der Phänomenalität personaler Kommunikation im Fragen nach der Kommunikation bzw. Kommunikationslosigkeit zwischen Judentum und Christentum ; ein phänomenologisch-daseinsanalytisch-seinsgeschichtlicher Frageversuch
Jürgen Nemec
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Wolfgang Duchkowitsch
DOI
10.25365/thesis.12943
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29815.54010.682962-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Dissertation unternimmt den Versuch, das Gespräch-Sein als die zu eigen gegebene und zumal aufgegebene Seinsweise des Menschen denkend aufzuschließen und aus dem Zur-Sprache-Bringen des Sich-Zeigens des Phänomens personaler Kommunikation seinem Vollsinn nach den Horizont für das Fragen nach dem kommunikativen Bezug von Judentum und Christentum aufzuspannen. Deshalb wird in einem ersten Abschnitt die Seinsweise des seinsverstehenden Menschen als Da-sein unter Zuhilfenahme sowohl des daseinsanalytischen als auch des seinsgeschichtlichen Denkansatzes Martin Heideggers unter besonderer Berücksichtigung der der Personalität wesensimmanenten Relationalität
freigelegt. Da-sein im eingelassenen Sich-einlassen in das geschichtliche Geschehnis von Entbergung und Verbergung von Seiendem im Zumal von ek-statischer Selbst- und
Welterschlossenheit empfängt seinen Maßgrund aus einem ursprünglichen Seinsverständnis, das zugleich einen wesentlichen Wink auf das Gespräch-Sein gibt: Sein er-eignet sich als die selbst nicht subsistierende und im Zu-eigen-Geben sich entziehende Freigabe von Seiendem in die Subsistenz, im Falle des Menschen als die Freigabe zur freien relatio
subsistens, die als Freigabe im er-eigneten Entwurf des Menschen aufzuscheinen vermag.
In einem zweiten Hauptabschnitt wird eingedenk des ontologisch Aufgeschlüsselten der Frageblick auf die Geschichte der jüdisch-christlichen Kommunikation bzw.
Kommunikationslosigkeit gerichtet, um vor allem Formen und Strukturen einer christlich-widerchristlichen Judenfeindschaft zu destruieren. Weisen der Depotenzierung und
Repression, der Limitierung bis Negation des jüdischen Selbst-Standes und der jüdischen Dignität in Unverfügbarkeit, Unableitbarkeit, Inkommensurabilität und Einmaligkeit verschütteten die Möglichkeit eines Sich-aufschließens dem jüdischen Du und damit dem hervor-währen-lassenden Wurzelgrund des christlichen Selbst gegenüber.
In einem abschließenden Teil werden grundlegende Strukturmomente des Vollzugs des Gespräch-Seins skizziert, und zwar hinsichtlich dessen Gabe- und Geschenkcharakter,
hinsichtlich dessen Weise des Austrags des geschichtlichen Geschehens von Unverborgenheit im Eröffnen und Bergen einer Sinnbezugsganzheit sowie hinsichtlich der Freigabe des
angesprochenen Anderen in seine je zu eigen gegebene Subsistenz in relational verfasster Selbst- und Welterschlossenheit, sodass sich personale Kommunikation als in sich differenzierendes Einigungsgeschehen erweist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Interreligiöse Kommunikation Phänomenologie Antisemitismus Judentum Christentum Daseinsanalyse
Autor*innen
Jürgen Nemec
Haupttitel (Deutsch)
Gespräch-Sein
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Frage nach der Phänomenalität personaler Kommunikation im Fragen nach der Kommunikation bzw. Kommunikationslosigkeit zwischen Judentum und Christentum ; ein phänomenologisch-daseinsanalytisch-seinsgeschichtlicher Frageversuch
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
430 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Wolfgang Duchkowitsch ,
Thomas Alfred Bauer
AC Nummer
AC08493596
Utheses ID
11649
Studienkennzahl
UA | 092 | 301 | |
