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Demokratie, Populismus und die Suche nach Konsens
die Bedeutung der negativen Präferenz für die politische Entscheidungsfindung
Goran Djordjevic
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Peter Gerlich
DOI
10.25365/thesis.12951
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30199.90842.594954-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Es ist ersichtlich, dass die liberale Demokratie zum politischen Paradigma der Gegenwart gehört. Dennoch sind die Demokratien in Europa (und Amerika) mit sinkenden Wahlbeteiligungen und dem noch jungen Phänomen des Rechtspopulismus konfrontiert. Die vorliegende Arbeit geht der Fragestellung nach woran das liegt, und testet die Hypothese, dass es in erster Linie ein Kommunikationsfehler ist, der zu diesen Störphänomenen führt. Es wurde ein Methodenmix aus qualitativer und quantitativer Analyse, und ein rational-choice Theorierahmen verwendet. Aufbauend auf der Feststellung, dass die Grundwerte der Demokratien in Europa aus dem Bereich des Liberalismus stammen, ist es ersichtlich, dass insbesondere beim Kriterium der Gleichheit eine Kluft zwischen Anspruch und Realität vorhanden ist. Soziale Ungleichheit – egal ob es sich um eine Gliederung nach Ständen, Klassen oder Schichten handelt – ist immer vorhanden. Aufbauend auf eine modifizierte Version des rational choice Ansatzes, sowie einem kybernetischen Modell des politischen Systems, ließ sich nachweisen, dass es in erster Linie die Erzeugung von Feindbildern – in diesem Fall als Präferenz gegen das etablierte politische System oder relevanten gesellschaftlichen Gruppen – war, die zur Stützung destruktiver Kräfte geführt hat. Analysiert wurden die Phänomene des Cäsarismus, des Bonapartismus, sowie des Faschismus. Die Möglichkeit eine Präferenz gegen ein bestimmtes Feindbild in eine Präferenz für bestimmte Personen und Bewegungen zu transformieren hat diese Phänomene ermöglicht.
Es wurde weiterführend auch das Phänomen des Rechtspopulismus analysiert, wobei sich gezeigt hat, dass hier die gleiche politische Methode verwendet wurde. Als Lösungsvorschlag wurde zuletzt ein Wahlsystem beschrieben, in der die Abgabe einer negativen Stimme möglich ist, da auf dieser Art eine Transformation von Präferenzen nicht mehr möglich ist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Demokratie Populismus Systemtheorie Rational Choice Wahlsysteme
Autor*innen
Goran Djordjevic
Haupttitel (Deutsch)
Demokratie, Populismus und die Suche nach Konsens
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Bedeutung der negativen Präferenz für die politische Entscheidungsfindung
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
154 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Peter Gerlich ,
Gernot Stimmer
Klassifikation
89 Politologie > 89.05 Politische Theorie
AC Nummer
AC08379032
Utheses ID
11657
Studienkennzahl
UA | 092 | 300 | |
