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Transparenz in der LK NÖ
eine empirische Untersuchung
Maria Nekham
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Roland Burkart
DOI
10.25365/thesis.12978
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29413.51792.362461-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In einem „Zeitalter der Transparenz“ sollte man annehmen, dass klar ist, was mit Transparenz gemeint ist, denn dieser Begriff dominiert die Organisationskommunikation wie kaum ein anderer. Die einzige und vorwiegend im angelsächsischen Raum statt findende Diskussion dazu, identifiziert keine nennenswerten empirischen Befunde oder gar eine konsistente Theorie der Transparenz. Aus diesen Überlegungen ergibt sich für den Transparenzbegriff im Kontext der Arbeitsorganisation ein Erkenntnisinteresse, zu dem hier mittels praktischer Anwendung einen Beitrag geleistet werden sollte. Eine Möglichkeit die Funktionsbedingungen von Transparenz im Kontext der Arbeitswelt zu beschreiben, ist das von Karg (1991) entwickelte Konzept der „arbeitsbezogenen Transparenz“. Die hier untersuchte Organisation, die Landes- Landwirtschaftskammer Niederösterreich (LK NÖ), ist die bäuerliche Interessenvertretung in Niederösterreich und hat insgesamt ca. 450 Mitarbeiter, die auch Bildung, Information und Beratung zu ihren Aufgaben zählen.
Den theoretischen Hintergrund der Magisterarbeit bildet das Konzept der arbeitsbezogenen Transparenz von Franke/Winterstein (1996). Ausgehend von anthropologischen Betrachtungen zur Grundsituation des Menschen wurde dieses Konzept als organisationsdiagnostische Schlüsselvariable in der Arbeits- und Organisationspsychologie verankert und eingegrenzt. Dabei wird angenommen, dass im Menschen ein Bedürfnis nach Informationen existiert, das in dem Gefühl mangelhafter Verfügbarkeit dieser, zum Ausdruck kommen kann. Auswirkungen bei nicht ausreichender Befriedigung dieses Bedürfnisses führen zu Effizienzverlusten einer Organisation, da angenommen wird, dass die Effizienz von der subjektiven Durchschaubarkeit der betrieblichen Zusammenhänge abhängt. Als weiteren zusammenführenden theoretischen Bezugsrahmen, um den zugrundeliegenden Verstehenskontext der Interaktionsbeziehung in den Mittelpunkt zu rücken, und hinsichtlich der situativen und subjektiven Dynamiken nachvollziehen und einordnen zu können, wird die „Theorie des kommunikativen Handelns“ von Habermas (1981) gewählt. Habermas konstruierte einen Bezugsrahmen, der einen Kommunikationsbegriff konstituiert, der dem Verhalten der Akteure einen Sinnbezug zuweist und somit über das Moment der bloßen Informationsvermittlung weit hinausreicht.
Das zentrale Forschungsinteresse betrifft die subjektiv wahrgenommene Transparenz in der LK NÖ bzw. die Messung der Transparenz im Kontext der Arbeitssituation als grundlegendes menschliches Bedürfnis. Mittels Online – Befragung wurden das globale Transparenzerleben, spezifische Informationsdefizite und die Nutzung des internen Informationswesens der LK NÖ, als zeitpunktbezogene Feststellung erhoben, um daraus Handlungsempfehlungen zur Anpassung der internen Kommunikation der LK NÖ zu entwickeln. Weiters wurde daraus der Transparenzindex als Vergleichswert zur Ausgangs-Studie von Franke/Winterstein errechnet.
Die erlebte Transparenz der LK NÖ wurde in mehreren Bereichen untersucht: Informationsverhalten der Mitarbeiter der LK NÖ, Informationsbedarf der Mitarbeiter der LK NÖ und Informationswesen der LK NÖ. Anschließend wurden die erhobenen Transparenzaspekte zu einem Index zusammengefasst, der als globaler Kennwert zu einer ersten vergleichenden Beurteilung der Transparenzverhältnisse herangezogen werden konnte. Differenziertere Einblicke erteilen die ermittelten inhaltlichen Informationsdefizite. Um das Transparenzerleben messen zu können wurden drei Erlebnisformen der Verfügbarkeit von arbeits- und organisationsbezogener Information unterschieden: der globale Gesamteindruck der Transparenz, der Vergleich bereichsspezifischer Transparenzerlebnisse, und die Lokalisation spezifischer Informationsdefizite. Für die Untersuchung des Informationsverhaltens der Mitarbeiter der LK NÖ wurden die Items der Befragung von Franke/Winterstein übernommen und in die Online-Befragung implementiert.
Die Messung der globalen Transparenz in der LK NÖ ergab eine überwiegend gut subjektiv erlebte Informiertheit.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Interne Kommunikation Mitarbeiterinformation Organisationskommunikation arbeitsbezogene Transparenz Mitarbeiterbefragung
Autor*innen
Maria Nekham
Haupttitel (Deutsch)
Transparenz in der LK NÖ
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine empirische Untersuchung
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
161 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Roland Burkart
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC08389074
Utheses ID
11683
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
