Detailansicht

Normativität und Geschichte bei Karl Barth und Martin Heidegger bis 1922
Patrick Leistner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Evangelisch-Theologische Fakultät
Betreuer*in
Christian Danz
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.13012
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30081.24718.739653-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit möchte die Bedeutung des Themas der Geschichte im frühen Denken des Theologen Karl Barth (1886–1968) und des Philosophen Martin Heidegger (1889–1976) bis 1922 erörtern. Dass das Thema der Geschichte für die Entfaltung der Frühkonzeptionen der beiden Autoren von nicht geringer Bedeutung ist, wurde bereits vielfach hervorgehoben. Jedoch ermöglichte in den letzten Jahren die Publikation der frühesten Schriften Barths sowie die Publikation früher Freiburger Vorlesungen Heideggers neue Perspektiven auf den Entwicklungsgang beider, so dass die vorliegende Arbeit in der Auseinandersetzung mit diesen neueren Untersuchungen die Konzeptionen von Barth und Heidegger aus systematischer Perspektive zu rekonstruieren und zu einem Urteil über die Bedeutung des Geschichtsthemas in diesen zu gelangen versucht. Hierfür wird sich in einem ersten Abschnitt (= A) mit dem Historismus sowie mit dessen Reflexion bei Ernst Troeltsch (1865–1923) auseinandergesetzt, da dieser für Barth, aber auch für Heidegger, wie etwa dessen Vorlesung Einleitung in die Phänomenologie der Religion (WS 1920/21) zeigt, ein wichtiger Bezugspunkt für deren Auffassung von Geschichte und Historismus ist. Troeltschs Grundproblem, wie Normativität angesichts der durch die fortschreitende Historisierung zunehmend zu Tage getretenen Relativität jeglicher geschichtlichen Größe begründet werden kann, stand Barth wie Heidegger deutlich vor Augen. So wird dann in den Abschnitten zu Barth (= B) und Heidegger (= C) bei der Rekonstruktion des Denkens beider darauf geachtet, wie hier der Problemzusammenhang von Geschichte und Normativität und näherhin derjenige von Geschichte und Ethik gefasst wird. Bei beiden, also nicht nur beim Theologen Barth, sondern zu dieser Zeit auch beim Philosophen Martin Heidegger ist in dieser Hinsicht die Religion eine wichtige Größe, so dass die vorliegende systematisch-theologische Diplomarbeit auf den Zusammenhang von Religion, Geschichte und Ethik fokussiert. Die Untersuchung zum Geschichtsthema bei Barth und Heidegger kommt zu dem Ergebnis, dass deren Konzeptionen bis 1922 beide als geschichtsphilosophisch reflektierte Normativitätstheorien mit praktischer Zielrichtung beschrieben werden können und zwar vor dem Hintergrund des historistischen Geschichtsdenkens und seiner Konsequenzen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Karl Barth Martin Heidegger Systematische Theologie Religionsphilosophie Geschichtsphilosophie Ernst Troeltsch Historismus Normativität Ethik
Autor*innen
Patrick Leistner
Haupttitel (Deutsch)
Normativität und Geschichte bei Karl Barth und Martin Heidegger bis 1922
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
110 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christian Danz
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.37 Religionsphilosophie ,
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.69 Systematische Theologie: Sonstiges
AC Nummer
AC08784149
Utheses ID
11711
Studienkennzahl
UA | 041 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1