Detailansicht
Spielerische Ästhetik zwischen Denken und Empfinden
eine Untersuchung über die Funktion des "schönen Spiels" in Friedrich Schillers Briefen "Über die ästhetische Erziehung des Menschen"
Agnes Zottl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Monika Meister
DOI
10.25365/thesis.13101
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29090.86210.930059-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Grundlage der vorliegenden Diplomarbeit bilden die Briefe Über die ästhetische Erziehung des Menschen von Friedrich Schiller. In dieser philosophischen Abhandlung in Briefform versucht Schiller die Notwendigkeit einer Erziehung durch Kunst und das Schöne zu beweisen. In der Diplomarbeit wird Schillers Argumentationsweg nachgezeichnet, die Wirkung des Schönen dargestellt und die Stellung des „schönen“ Spiels und dessen Funktionsweise innerhalb der Abhandlung erläutert. Zu Beginn der Arbeit wird auf die Entstehungsgeschichte und auf die politischen und geistesgeschichtlichen Einflüsse hingewiesen, denn Schillers Denken wurde stark von seiner Zeit beeinflusst. Im Mittelteil wird die eigentliche Schillersche These behandelt, denn Schiller versucht zu beweisen, dass der Mensch angesichts des Schönen eine bestimmte Erfahrung macht, die den Menschen sich selbst und sein Wesen erkennen lässt. Sofern der Mensch will, kann er diese Erfahrung in Übereinstimmung mit ethischen Notwendigkeiten bei seinem Handeln bringen. Der letzte Teil widmet sich der Bedeutung und der Funktion des Spiels. Schiller wählt, um die Wirkung des Schönen am Menschen zu veranschaulichen, die Spielkategorie. Mittels dieser kann er zeigen, welche Vorgänge bei der Kunstrezeption im Menschen ablaufen können. Trotz der zeitlichen Distanz und einiger Ansichten, die heute befremden (z. B. in Bezug auf das Schöne), hält Schillers Text auch für die Gegenwart interessante Ansatzpunkte bereit. Schiller hat kein anderes Ziel, als dem Menschen darzulegen, dass er ein selbstbestimmtes und selbstdenkendes Individuum sein kann. Der Mensch muss sich nicht mit jedem Gefühl oder Gedanken identifizieren bzw. jede Modeerscheinung mitmachen. Schillers pädagogisches Konzept beabsichtigt die Bildung des selbstbestimmten und selbstständig denkenden Individuums. Die Kunstrezeption bzw. auch die Kunstproduktion (etwa in Form von theaterpädagogischen Spielen) können helfen, diese Fähigkeiten einzuüben. In diesem Sinne wird Schiller hochaktuell.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Friedrich Schiller Wirkungsästhetik Spieltheorie Theaterpädagogik
Autor*innen
Agnes Zottl
Haupttitel (Deutsch)
Spielerische Ästhetik zwischen Denken und Empfinden
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung über die Funktion des "schönen Spiels" in Friedrich Schillers Briefen "Über die ästhetische Erziehung des Menschen"
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
115 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Monika Meister
AC Nummer
AC08510972
Utheses ID
11783
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
