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Österreich-Italien 1914/1915
die gegenseitige Wahrnehmung in der Berichterstattung der "Neuen Freien Presse" und des "Corriere della Sera"
Manfred Kislinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Christa Ehrmann-Hämmerle
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.13177
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30147.25696.579054-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Thema der vorliegenden Arbeit ist die Selbst- und Fremddarstellung der Nachbarländer Österreich-Ungarn und Italien am Anfang des Ersten Weltkriegs, einem besonders kritischen Moment ihrer jahrhundertelangen, komplexen Beziehung. Unter den zahlreichen, für diese Fragestellung relevanten Quellen, wurde die Tagespresse gewählt, da sie als besonders sensibler Seismograph auch die kleinsten Schwankungen der öffentlichen Meinung registriert und sie darüber hinaus, sowohl reflektiert, als auch beeinflusst. Fokussiert wurde dabei ausschließlich auf die Berichterstattung der Neuen Freien Presse und des Corriere della Sera, welche als die jeweils repräsentativsten Informationsorgane der Zeit angesehen werden können. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich von Anfang August 1914 (Neutralitätserklärung Italiens) bis Ende Mai 1915 (Kriegseintritt Italiens). Der eigentlichen Quellenanalyse geht ein historischer Teil voran, in dem die innen- und außenpolitische Entwicklung beider Länder ab der Jahrhundertwende skizziert wird, was für die Kontextualisierung der Aussagen unentbehrlich ist. Die zahlreichen Bezüge auf die rezente und auch fernere Vergangenheit in den kommentierten Artikeln machten eine möglichst genaue historische Rekonstruktion notwendig, denn nur auf dieser Weise war es möglich, den Umfang eventueller Verzerrungen und Manipulationen, Unterschlagungen und Hervorhebungen in der Schilderung und Wertung von Fakten und Personen richtig abzuschätzen. Der Analyse der Zeitungen liegen zwei sich ergänzende methodische Zugänge zugrunde, die jedoch nicht streng befolgt, sondern dem Gegenstand angepasst wurden. Durch die qualitative Inhaltsanalyse wurden zunächst Kategorien gebildet, die wiederum chronologisch angeordnet wurden. Innerhalb dieser thematischen Einheiten wurden dann einzelne Artikel diskursanalytisch untersucht. Die Untersuchung ergab, dass beide Zeitungen sich eines weitestgehend gemeinsamen Fundus an Klischees und Stereotypen bedienten, die sie aber zu polar entgegengesetzten Zwecken und/oder umfunktionierten. War der Corriere della Sera bestrebt eine noch unfertige nationale Identität durch den Kriegseintritt auf Seite der Entente zu konsolidieren und durchzusetzen, so war die Neue Freie Presse hingegen stets bemüht die traditionellen Werte der Habsburgermonarchie in den Vordergrund zu stellen und dadurch gegen feindliche und zersetzende Kräfte von außen und innen anzukämpfen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Österreich-Ungarn Italien Erster Weltkrieg Neue Freie Presse Corriere della Sera Zeitungsanalyse Diskursanalyse
Autor*innen
Manfred Kislinger
Haupttitel (Deutsch)
Österreich-Italien 1914/1915
Hauptuntertitel (Deutsch)
die gegenseitige Wahrnehmung in der Berichterstattung der "Neuen Freien Presse" und des "Corriere della Sera"
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
196 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christa Ehrmann-Hämmerle
Klassifikation
15 Geschichte > 15.23 Erster Weltkrieg
AC Nummer
AC08420081
Utheses ID
11848
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
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