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Das System der EU-Kofinanzierung entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen
eine kritische Analyse
Sebastian Henning
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Peter Gerlich
DOI
10.25365/thesis.13201
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29531.00677.261059-2
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Europäische Kommission unterstützt als Geber von Entwicklungshilfe nicht nur Staaten und Regierungen mittels Budgethilfe, sondern fördert auch entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und andere nichtstaatliche Akteure bei der Implementation ihrer Projekte in den Entwicklungsländern. Die Mittel für diese Kofinanzierung werden in Form von (für den EU-Finanzrahmen 2007-2013 neu zusammengestellten) Finanzierungsinstrumenten, Programmen und Budgetlinien bereit gestellt und von EuropeAid verwaltet und ausgeschrieben. Hierzu wird ein Ausschreibungssystem verwendet. Mit Hilfe von so genannten Calls for Proposals schreibt die Kommission räumlich, zeitlich und teilweise auch thematisch begrenzte Allokationen aus. Interessierte NGOs bewerben sich in einem formell stark eingeschränkten Verfahren um diese Gelder. Seit einigen Jahren werden diese Ausschreibungen nicht mehr ausschließlich von EuropeAid in Brüssel, sondern vielfach dezentral von den EU-Delegationen vor Ort verwaltet.
Die vorliegende Diplomarbeit stellt die Struktur und die Finanzierung der Entwicklunsgpolitik der EU-Kommission dar. Sie untersucht die Geeignetheit des Call for Proposal-Verfahrens hinsichtlich einer effizienten und gerechten Verteilung der Fördermittel im Bereich der nichtstaatlichen Akteure und beleuchtet zudem die Probleme, die sich aus der Dekonzentration der EU-Kofinanzierung (d.h. aus der Übertragung von Verwaltungs- und Ausschreibungskompetenzen auf die EU-Delegationen) für die NGOs als Zuschussempfänger ergeben.
Methodisch wurde für die Analyse ein Vergleich des EU-Kofinanzierungsverfahren mit dem Kofinanzierungsverfahren der deutschen Bundesregierung angestellt. Auf den Ergebnissen des Vergleichs aufbauend wurde sodann untersucht, inwiefern beim EU-Kofinanzierungsverfahren ein offener Zugang für NGOs und eine transparente Gestaltung der Richtlinien und Vorgaben gewährleistet ist. Die Untersuchung der Folgen der Dekonzentration für die Arbeit entwicklungspolitischer NGOs innerhalb des Kofinanzierungsverfahrens schloss die Analyse ab. Schlussfolgernd wurden die bestehenden Defizite des derzeitigen Systems noch einmal benannt und entsprechende Verbesserungs- bzw. Alternativvorschläge gemacht.
Für die vorliegende Arbeit wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Der Verfasser führte Interviews mit insgesamt drei Experten der EU-Kofinanzierung von nichtstaatlichen Akteuren. Darüber hinaus wurden zahlreiche EU-Dokumente analysiert.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
EU-Kommission Entwicklungspolitik Nichtregierungsorganisationen EU-Kofinanzierung Dekonzentration
Autor*innen
Sebastian Henning
Haupttitel (Deutsch)
Das System der EU-Kofinanzierung entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine kritische Analyse
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
146 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Gerlich
Klassifikation
89 Politologie > 89.73 Europapolitik, Europäische Union
AC Nummer
AC08486668
Utheses ID
11867
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
