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Eine Linie mit Gefühl
eine Untersuchung zum expressiven graphischen Ausdruck von Emotionen
Carina-Alexandra Hladik
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Thomas Slunecko
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.13282
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29564.13396.643666-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Untersucht wurde, ob graphisch ausgedrückte Emotionen (Wut, Trauer und Freude), die von Kindern als auch Erwachsenen dargestellt wurden (= Enkodierungsprozess), anhand spezifischer expressiver Merkmale in den Grafiken richtig eingefühlt und dekodiert (wiedererkannt) wurden. Eine Emotionskommunikation über Bilder soll so deutlich gemacht werden. Die Bilder wurden nach Alter, Geschlecht und Emotion eingesehen und von Testpersonen beurteilt (= Dekodierungsprozess). Zusätzlich war von Interesse, ob das Geschlecht, die Altersstufe und eine etwaige künstlerische Ausbildung der Betrachter/innen Auswirkungen auf die Dekodierungs- und Einfühlungsleistung der Bilder haben. Entgegen der Literatur zeigte sich, dass es keinen Unterschied in der Wiedererkennungsleistung von Frauen und Männern gibt. Sehr wohl wirkte sich jedoch die künstlerische Ausbildung und die Alterskategorie auf die Wiedererkennung und Einfühlung aus. Außergewöhnlich ist, dass jüngere Personen (≤ 40 Jahren) deutlich bessere Wiedererkennungsleistungen haben, als ältere Personen (≥ 41 Jahren), wobei dieser Unterschied vor allem bei männlichen Testpersonen besonders auffällig ausfällt. Die künstlerische Ausbildung markiert bessere Wieder¬-erkennungsleistung für beide Geschlechter, wobei weibliche Personen minimal besser sind. Ausgehend von einer phänomenologischen Perspektive, basiert diese quasi-experimentelle Untersuchung einerseits auf testtheoretischen Aspekten und andererseits auf einer inferenzstatistischen Hypothesentestung. Zur Interpretation und Beschreibung wird die Perspektive wieder auf eine phänomenologische (Bild)Erfassung zurückgeführt. Aus dem testtheoretischen Teil lässt sich ableiten, dass sich Emotionen am einfachsten in expressiven Bildern erkennen lassen, gefolgt von der Alterskategorie. Das Geschlecht des/der Herstellers/in ist nach wie vor am schwierigsten in den Bildern zu erkennen. Für den expressiven graphischen, emotionalen Ausdruck zeigt sich ein interessantes Ergebnis: Bilder, die Freude expressiv ausdrücken, sind signifikant leichter zu identifizieren als Bilder der Trauer, gefolgt von expressiv ausgedrückten Wutbildern. Weiters zeigt das Ergebnis der Haupteffekte, dass die von weiblichen Versuchspersonen (Mädchen und oder Frauen) hergestellten Bilder signifikant leichter zu identifizieren sind als Bilder von männlichen Versuchspersonen. Trotz dieser interessanten Ergebnisse sollte beachtet werden, dass kein Gespräch die visuelle Betrachtung des Bildes ersetzen kann, ganz nach dem Ausspruch „ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“. Diese Arbeit soll dazu ermutigen einen imaginären Dialog zwischen dem/der Betrachter/in und dem Bild einzugehen, um die Autonomie des Bildes zu erfahren.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
expressive Linien graphischer Ausdruck Kritzeleien Zeichenfertigkeit Emotionskommunikation über Bilder Einfühlung Psychologie und Kunst Expression Dekodierung und Enkodierung von Emotionen Ausdrucksbedürfnis
Autor*innen
Carina-Alexandra Hladik
Haupttitel (Deutsch)
Eine Linie mit Gefühl
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung zum expressiven graphischen Ausdruck von Emotionen
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
286 S. : zahlr. Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Slunecko
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.08 Kunstpsychologie ,
77 Psychologie > 77.00 Psychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.46 Emotion
AC Nummer
AC08460080
Utheses ID
11939
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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