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Zensur und Pressefreiheit in Russland
Christopher Hemscheidt
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Hannes Wimmer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.13377
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29847.78507.302153-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit umfasst die Entwicklung und den Zustand der Pressefreiheit in Russland. Die Zäsur, durch die Transformation des politischen Systems der UdSSR in ein, den westlichen Demokratien zumindest angelehntes System, bewirkte eine tiefgreifende Veränderung der russischen Medienlandschaft. Im Vordergrund steht vorliegend die Frage, inwieweit seitdem durch die staatlichen Organe und Behörden, direkt oder indirekt, Einfluss auf die Medien genommen wurde und ob diese in jüngster Vergangenheit verstärkt von Zensur betroffen sind. Aufgrund der aktuell durchaus eingeschränkten Arbeitsbedingungen für russische Journalistinnen und Journalisten ist eine Orientierung der vorliegenden Arbeit vor allem auf mittelbare, westliche Quellen evident. Gemäß den Etappen der politischen Transformation in Russland können bezüglich der Entwicklung der Pressefreiheit einzelne Phasen festgestellt werden: Zunächst kommt es während der ‚Glasnost-Zeit’ sowie der ersten Demokratisierungsphase unter Boris Jelzin zu einer positiven Entfaltung der Medienlandschaft. Einzelne, neu gegründete Medien verfolgen mitunter durchaus offen die Partikularinteressen neuer politischer Gruppierungen und leisteten einen Beitrag zur deliberativen Meinungs- und Entscheidungsfindung der Bevölkerung. Dieser Periode der Prosperität und Diversität steht allerdings gegenwärtig, zwanzig Jahre nach dem Ende der Sowjetunion, eine Situation gegenüber, in der die Mehrheit der russischen Medien unter zumeist unmittelbarer Kontrolle des Staates stehen. Zwar wird in der gegenwärtig geltenden russischen Verfassung die Zensurfreiheit zugesichert, doch die Möglichkeiten der Einflussnahme durch den russischen Staat sind vielfältig. Seit der Präsidentschaft Wladimir Putins ist die Entwicklung der Pressefreiheit und damit zugleich auch die einer zivilgesellschaftlichen Öffentlichkeit starken Bedrohungen ausgesetzt. Die in der vorliegenden Arbeit beschriebene, aktuelle Einschränkung der Pressefreiheit, stellt daher zugleich auch einen wichtigen Indikator zur Beurteilung der demokratischen Defizite des gegenwärtigen politischen Systems in Russland dar.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Pressefreiheit Zensur Medien Massenmedien Öffentlichkeit Gorbatschow Jelzin Putin
Autor*innen
Christopher Hemscheidt
Haupttitel (Deutsch)
Zensur und Pressefreiheit in Russland
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
203 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hannes Wimmer
Klassifikation
89 Politologie > 89.35 Demokratie
AC Nummer
AC08461552
Utheses ID
12024
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
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