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Bevölkerungspolitik und Armut
die Herangehensweisen von Kirche, Familienplanungsinstituten und Staaten
Teresa Voboril
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Franz Martin Wimmer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.13405
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29500.71463.185365-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Meine Arbeit vergleicht die unterschiedlichen Herangehensweisen von römisch katholischer Kirche (bzw. Vatikan), Familienplanungsinstituten und Staaten an Bevölkerungspolitik und Armut. Theoretische Konzepte, z.B. Amartya Sens Ansatz der fehlenden Verwirklichungschancen, ein Exkurs ins Thema Ethik und Bevölkerungspolitik sowie die Millennium Development Goals und Mikrokredite der Grameen Bank als mögliche Wege der Armutsbekämpfung, begleiten die Definitionen der Begriffe. Danach folgt die separate Darstellung der Herangehensweisen. Erstens jene (offizielle) der Kirche anhand der päpstlichen Enzykliken, die aus ihren hohen Moralvorstellungen heraus am konservativen Bild der Jungfräulichkeit vor der Ehe, Nicht-Verhütung, bis hin zur Sexualfeindlichkeit hängt, andererseits uneingeschränkt „Ja“ sagt zu ungeborenem Leben, verantwortungsvoller Elternschaft, Solidarität gegenüber Armen. Zweitens jene der lobbystarken Familienplanungsinstitute - untereinander agierende finanzstarke Stiftungen, UN-Organisationen und auch Geldgeber wie Weltbank oder Internationaler Währungsfonds - die vordergründig der Armutsbekämpfung und reproduktiven Gesundheit wegen agieren und hintergründig weniger humane Motive und beinharte Geschäftsstrategien verfolgen. Sowohl in China mit seiner extremen Ein-Kind-Politik, und in Indien, wo sich die Bevölkerung seit den 70ern gegen drastische Familienplanungsmethoden wehrt, als auch in Deutschland, das mit dem neuen Kindergeld die besser gebildeten/verdienenden zum Kinderkriegen bekommen wollte, wird Bevölkerungspolitik, die die gezielte Steuerung der Kinderzahl bestimmter Bevölkerungsgruppen zum Ziel hat, versucht und zumindest per Gesetz Armut bekämpft. Tatsächlich gelingt das dort am besten, wo Frauen eine möglichst hohe Ausbildung genießen und Verwirklichungschancen im Sinne von Freiheiten bestehen. Die Verwendung von Verhütungsmitteln ist zweitrangig neben dem Vorhandensein einer ausreichenden, leistbaren Basisgesundheitsversorgung.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
population policy poverty poverty eradication Vatican reproductive health Millennium Development Goals family planning women Grameen Bank family planning organisations
Schlagwörter
(Deutsch)
Bevölkerungspolitik Familienplanung Millenniumentwicklungsziele Grameen Bank Familienplanungsinstitute Vatikan Armut Armutsbekämpfung Frauen Reproduktive Gesundheit
Autor*innen
Teresa Voboril
Haupttitel (Deutsch)
Bevölkerungspolitik und Armut
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Herangehensweisen von Kirche, Familienplanungsinstituten und Staaten
Paralleltitel (Englisch)
Population Policy and Poverty - three different approaches
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
146 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Martin Wimmer
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.45 Politische Philosophie ,
11 Theologie > 11.70 Praktische Theologie: Allgemeines ,
44 Medizin > 44.74 Sexualmedizin ,
79 Sozialpädagogik > 79.15 Familienhilfe ,
81 Bildungswesen > 81.11 Recht auf Bildung
AC Nummer
AC08486480
Utheses ID
12046
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
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