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Migration und Identität
Abwanderung von Hochqualifizierten - ein Beitrag zur Brain Drain Debatte
Christina Minichberger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Robert Hutterer
DOI
10.25365/thesis.13524
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29793.88309.847270-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Sowohl innerhalb des österreichischen als auch auf den internationalen Arbeitsmärkten lässt sich eine ähnliche Situation erkennen. In einigen Bereichen besteht hohe Arbeitslosigkeit bei gleichzeitigem Fachkräftemangel. Obwohl die Regierung stets bemüht ist das Qualifikationsniveau von Beschäftigten und Arbeitssuchenden zu erhöhen, wird ein wachsender Bedarf an qualifizierten Fachkräften immer deutlicher. In Anbetracht der gesellschaftlich-demographischen Entwicklung laufen Industrieländer Gefahr die Sozial- und Pensionssysteme ohne einer gezielten Anwerbung von hochqualifizierten Fachkräften aus dem Ausland auf Dauer nicht aufrecht erhalten zu können (Sauer 2004: 1ff). Obwohl die in dieser Studie befragten türkischstämmigen österreichischen Studierenden die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, das österreichische Schulsystem durchlaufen haben und kurz vor dem Hochschulabschluss stehen, besteht die Befürchtung in Österreich keine adäquate Anstellung finden zu können. In einem Bericht der OECD wird ersichtlich, dass angehöriger ethnischer Minderheiten in Österreich durchschnittlich 40% bis 50% länger auf Jobsuche sind als die vergleichbare Gruppe ohne Migrationshintergrund (OECD 2008b: 152).
In dieser Diplomarbeit wird anhand von zehn offenen Gesprächen versucht die Situation von türkischstämmigen österreichischen Studierenden zu erfassen. Ziel dieser Interviews ist es die Gründe und Erwartungen welche mit einer Abwanderung in die Türkei verbunden sind zu erfragen. Alle Probanden befinden sich kurz vor dem Abschluss des Studiums und hegen den Wunsch nach dem Studium in die Türkei, das Land welches ihre Eltern verließen, zurückzukehren. Durch die zusammenfassende Analyse aller Gespräche werden drei zentrale Thematiken von allen zehn Probanden erläutert. Erstens besteht die Erwartung aufgrund der in Österreich abgeschlossenen Hochschulbildung sowie der Sprachkenntnisse in der Türkei schnell eine adäquate Anstellung zu finden. Zweitens stellt die Befürchtung in Österreich aufgrund eines ausländisch klingenden Namens bei der Arbeitssuche diskriminiert zu werden einen prägnanten Abwanderungsgrund dar und drittens geben alle Probanden Istanbul als primäre Zielregion an. Darüber hinaus werden in dieser Diplomarbeit Thematiken wie Identität, Generation, Sozialisation, Kulturelles Kapital, Humankapital, Abwanderungsformen von Hochqualifizierten sowie des Fachkräftemangels innerhalb der Brain Drain Debatte aufgegriffen.
Abstract
(Englisch)
Within Austria’s employment market there is a need for highly qualified personnel, which the government aims to meet through a program directed towards attracting highly skilled migrants into the country. This proposed program will control immigration into the country, with a design similar to the green card in the United States or the blue card in the European Union. However, this development is firstly seen to lead to a selective migration system, which differentiates between “good and bad” migrants, and secondly, to neglect the existing pool of highly skilled people in Austria of a migration background. It is against this backdrop that this research paper aims to analyse the situation of Austrian students who have Turkish roots, are studying economics, sociology, law, or informatics at university and are planning to return to the country their parents left, because they do not see any adequate employment opportunities in Austria.
While the Austrian government is trying to hire highly skilled people from abroad, it seems that highly skilled people in Austria, who have a migration background, are being left behind. In a recent study by the OECD it was found that Austrians of Turkish descent, alongside other ethnic minorities, need to search on average 40% to 50% longer than ‘native’ Austrians to find employment. This was despite them holding Austrian citizenship, having gone through the Austrian educational system, and graduating from an Austrian University (OECD 2008b: 152).
On the basis of ten interviews this paper analyses the reasons and expectations of young highly qualified Austrians with Turkish roots who are planning to migrate to Turkey after their graduation. During the interviews three expectations and reasons were mentioned by all interviewed persons. First it turned out that those students expect to find an adequate job in Turkey because of their language skills and their degree from an Austrian university. Secondly the interviewed students with Turkish roots suspect a very long job search situation and are afraid of discrimination on the Austrian employment market. Thirdly Istanbul is the main destination for all interviewed persons. Central topics which are analyzed in this research paper are Identity, generation, socialization, cultural capital, human capital, migration and remigration of highly skilled people and their effects on the Austrian Brain Drain Phenomenon.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
migration identity Brain Drain
Schlagwörter
(Deutsch)
Migration Identität Abwanderung von Hochqualifizierten Brain Drain Humankapital Kulturelles Kapital Fachkräftemangel Generation Sozialisation
Autor*innen
Christina Minichberger
Haupttitel (Deutsch)
Migration und Identität
Hauptuntertitel (Deutsch)
Abwanderung von Hochqualifizierten - ein Beitrag zur Brain Drain Debatte
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
133 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Robert Hutterer
AC Nummer
AC08488392
Utheses ID
12152
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
