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Die Verteilung der Eigentumsrechte im Franchise-System
eine empirische Analyse im deutsch-sprachigen Franchise-Sektor
Maria Böhmisch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Betreuer*in
Josef Windsperger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.13617
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30280.07333.658670-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ich habe mich in meiner Arbeit mit der Frage beschäftigt, warum viele Unternehmer nicht eine Vertriebsform zur Leitung ihrer Outlets verwenden, sondern sich oft für eine Kombination aus Franchising und dem Filialsystem entscheiden. Im Theorieteil habe ich ein paar aus der Literatur bekannte Theorien vorgestellt, die zur Klärung dieser Frage beigetragen haben. So wird bei der „Signaling Theory“ Franchising als Vertriebssystem präferiert. Die Unternehmenskette besteht zu Beginn jedoch vermehrt aus Filialen, um mit der Investition des Unternehmers in sein eigenes Unternehmen Franchisenehmer anzulocken (Dant und Kaufmann 2003). Der „Resource Scarcity Theory“ folgend, gehen Unternehmer nur Franchise-Verbindungen ein, um über Franchisenehmer an Ressourcen zu kommen. Nachdem die Unternehmung ausreichend gewachsen ist, wird auf das präferierte Filialsystem umgestellt (Oxenfeldt und Kelly 1968; Combs und Ketchen 2003). Laut „Agency Theory“ sind Unternehmer mit dem Problem konfrontiert, dass ihre Outletmanager nicht immer im ausschließlichen Interesse der Unternehmer handeln. Unternehmer können gegen das Problem angehen, indem sie ihre „Agents“ mehr überwachen (Jensen 1976) oder ihnen Eigentumsrechte übertragen (Shane 1996). Die „Transaction Costs Analysis“ geht davon aus, dass Manager bei ihren Entscheidungen über die Unternehmensführung einerseits eingeschränkt rational und andererseits opportunistisch handeln. Durch Franchising kann opportunistisches Verhalten reduziert werden (Baker 2008). Die „Property Rights Theory“ ergänzt die „Resource Scarcity Theory“ um die Annahme, dass die Dynamik und die Struktur der Eigentumsrechte in Franchise-Systemen von der Kontrahierbarkeit des Vermögens des Franchisenehmers und Franchisegebers abhängen. So kommt es erst zur Übertragung von Eigentumsrechten an den Franchisegeber, wenn die Kontrahierbarkeit des intangiblen Vermögens des Franchisenehmers steigt und somit die Verhandlungsmacht des Franchisegebers zunimmt (Windsperger und Dant 2006; Baker und Dant 2008). Viele Unternehmer streben nicht die Verwendung eines der beiden Vertriebssysteme an, sondern entscheiden sich bewusst für eine Kombination aus Franchising und dem Filialsystem, um so die Ziele der Einheitlichkeit im ganzen System und die systemweite Adaptierung an Marktveränderungen bestmöglich zu erreichen (Bradach 1997). Laut einer Studie von Lafontaine und Shaw gibt es eine Zielvorgabe welcher Anteil franchisiert bzw. filialisiert wird. Demnach werden im Durchschnitt 15% der Unternehmung im Eigentum des Unternehmers weitergeführt und 85% werden an Franchisenehmer übertragen. Diese Zielvorgabe steigt oder fällt allerdings nicht mit wachsender Erfahrung oder zunehmendem Erfolg, sondern wird konstant gehalten. Ein wichtiger Faktor zur Bestimmung der optimalen Zielvorgabe ist der Wert der Marke. Unternehmen, die einen wertvollen Markennamen haben, übertragen weniger Eigentumsrechte an Franchisenehmer als Unternehmen mit weniger starken Marken (Lafontaine und Shaw 2001).

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Resource Scarcity Theory Signaling Theory Agency Theory Property Rights Theory Transactions Costs Analysis
Autor*innen
Maria Böhmisch
Haupttitel (Deutsch)
Die Verteilung der Eigentumsrechte im Franchise-System
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine empirische Analyse im deutsch-sprachigen Franchise-Sektor
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
85, 6 S. : Ill, graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Josef Windsperger
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.06 Unternehmensführung
AC Nummer
AC08486170
Utheses ID
12236
Studienkennzahl
UA | 157 | | |
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