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Bosnische, kroatische und serbische Translationen am deutschsprachigen Buchmarkt nach 2000
eine Darstellung
Danijela Stevanovic
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Norbert Bachleitner
DOI
10.25365/thesis.13631
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29056.81655.676966-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien in den 90ern stellte einen entscheidenden Impuls dar, um nach passiven Phasen das Interesse an der südslawischen Literatur wieder zu wecken und sie am literarischen Markt zu positionieren. Dabei bediente man sich vor allem in den Medien der Reproduktion alter und der Schaffung neuer stereotyper Bilder des Balkans, die ein kriegerisches, chaotisches und instabiles Ex-Jugoslawien konstruierten. Mit dieser Etikette versehen, ließen sich in den 90ern mit Übersetzungen, die den Krieg und die Kriegsfolgen thematisierten, überraschend hohe Verkaufszahlen erzielen. Daraus ergab sich die Forschungsfrage, ob die Akteure im literarischen Feld fast 20 Jahre nach Kriegsbeginn noch immer dieses Bild in den Vordergrund stellen, um die Aufmerksamkeit des Zielpublikums im deutschsprachigen Raum auf sich zu ziehen.
Folgt man Bourdieus Feldtheorie, so ist den agierenden Akteuren im literarischen Feld, wie Verlegern, Kritikern und Übersetzern, nicht nur die Akkumulierung des symbolischen Kapitals wichtig, sondern in weiterer Folge auch dessen Umwandlung in soziales und ökonomisches Kapital.
Dabei wenden sie verschiedene Strategien und Methoden an, um ein Werk am literarischen Markt gut positionieren zu können und um an die Kaufkraft der Leser zu appellieren. Somit sind sie maßgeblich an der Selektion, Produktion, Distribution und an der Rezeption eines Buches beteiligt.
Abstract
(Englisch)
The war in former Yugoslavia was an impulse after rather passive periods to spark interest in southern Slavic literature and to position it in the literary market. This was attempted, predominantly in the media, through reproducing old and generating new stereotypical images of a martial, chaotic and unstable former Yugoslavia. With this label, translations of works about the war and its effect sold well. As a result, the research question came up whether the players involved in the field of literature still perpetuate this image to attract attention from the German speaking audience, even 20 years after the war began.
Following Bourdieus field theory, the actors in the field of literature, like publishers, critics and translators are not only interested in the accumulation of symbolic capital but also in its transformation into social and economic capital.
While doing so they apply different strategies and methods to position a work well in the literary market and to appeal to the readers buying power. Thus they are instrumental in the selection, production, distribution and reception of a book.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
bosnische, kroatische, serbische Literatur deutschsprachiger Buchmarkt Übersetzung Bourdieu literarisches Feld Rezeption
Autor*innen
Danijela Stevanovic
Haupttitel (Deutsch)
Bosnische, kroatische und serbische Translationen am deutschsprachigen Buchmarkt nach 2000
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Darstellung
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
166 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Norbert Bachleitner
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen, Rezeption ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.95 Literarische Übersetzung ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.96 Vergleichende Literaturwissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC08471234
Utheses ID
12248
Studienkennzahl
UA | 393 | | |
