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Die Rolle des FGF-Rezeptors 4 bei Wachstum, Überleben und Migration von Kolonkarzinomzellen
Elisabeth Dietersdorfer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Brigitte Marian
DOI
10.25365/thesis.13665
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30447.01236.927661-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Während der Tumorgenese spielt die Deregulation von FGF-Signalen eine große Rolle. FGFs können überexprimiert werden, was aufgrund des vielfältigen Wirkungsspektrums von FGFs Einfluss auf Migration, Proliferation und Angiogenese haben kann. Bei verschiedenen Krebsarten wurde festgestellt dass verschiedenste FGFs im Tumorgewebe verglichen mit normalen Zellen überexprimiert wurden. Auf Rezeptorlevel wurde beim FGF – Rezeptor 4 Gen ein Polymorphismus (Gly388Arg) gefunden, der mit erhöhtem individuellen Risiko für Brust und kolorektalem Krebs korreliert. Patienten mit dem Arg388 – Allel haben geringere Überlebenschance als Träger des homozygoten Gly-Gens. FGFR4 wird mit aggressiven und großen Tumoren in Zusammenhang gebracht. Bisher ist dieser Zusammenhang Darmkrebs betreffend allerdings noch umstritten. In unserem Labor wurden bereits FGFR4 überexprimierende Darmkrebszellen hergestellt und deren biologische Eigenschaften untersucht. Die dabei verwendete Zelllinie SW480 ist typisch für die spontane Entstehung von Darmkrebs. Sie exprimiert nur geringe Mengen an FGFR4 und besitzt einen Gly/Gly Genotyp. Es ist bei der Arbeit mit in vitro Modellen jedoch wichtig, mehrere unterschiedliche Zellinien einzusetzen. Die zweite ausgewählte Zellinie ist HCT116. Die Zellen sind (so wie SW480) Gly/Gly in ihrem Genotyp, exprimieren aber deutlich höhere Mengen an FGFR4 mRNA.
Die Aufgabe meiner Diplomarbeit war die Herstellung FGFR4 überexprimierender HCT116 Zellen und ihre biologische Charakterisierung.Es wurden Transfektanten hergestellt, welche FGFR4 überexprimierten. Die Fähigkeit der Transfektanten zu wachsen und Kulturen zu bilden wurde mithilfe des Colony Formation Assays untersucht. Sowohl die FGFR4Arg - als auch die FGFR4Gly - Transfektanten wuchsen schneller als die Kontrollen. Es konnte weiters gezeigt werden, dass die FGFR4Arg - Transfektanten besser migrieren und dadurch eine verstärkte Metastasierung bewirken können. Mit einem Soft Agar Assay, der ein Wachstum ohne Anheftungsmöglichkeit bietet, wurde gezeigt, dass die Transfektanten das bessere Wachstumspotential hatte gegenüber den Kontrollen.
Zusammenfassend konnte gezeigt werden, dass beide FGFR4 Allele onkogene Aktivität besitzen. FGFR4gly wirkt eher wachstumsfördernd, wohingegen FGFR4arg eher ein Metastasierungs-Onkogen ist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
cancer
Schlagwörter
(Deutsch)
Krebs
Autor*innen
Elisabeth Dietersdorfer
Haupttitel (Deutsch)
Die Rolle des FGF-Rezeptors 4 bei Wachstum, Überleben und Migration von Kolonkarzinomzellen
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
83 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Marian
Klassifikation
42 Biologie > 42.20 Genetik
AC Nummer
AC08505537
Utheses ID
12281
Studienkennzahl
UA | 442 | | |
