Detailansicht

La novela de la Guerra Civil Española
comparación de literatura nacionalista y republicana ; "Madrid de Corte a Checa" de Agustín de Foxá y "La forja de un rebelde" de Arturo Barea
Julia Kapeller
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Fernando Varela Iglesias
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.13691
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29931.69145.917763-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Schon lange habe ich mich für den Spanischen Bürgerkrieg interessiert und versucht, die Hintergründe und Auslöser für den dreijährigen Kampf zu verstehen. Da ich schon immer gerne und viel gelesen habe, wollte ich beides – Geschichte und Literatur – in meiner Diplomarbeit verbinden. Die Auswahl bestimmter Autoren und Werke ist mir nicht leicht gefallen, aber schließlich habe ich mich dafür entschlossen, die Realisierung des Themas „Bürgerkrieg“ von Schriftstellern mit gegensätzlicher politischer Position zu untersuchen. Im Zuge meiner Recherche habe ich mich schlussendlich für den fiktiven Roman Madrid de Corte a Checa des nationalistischen Autors Agustín de Foxá und den autobiografischen Roman La forja de un rebelde des republikanischen Schriftstellers Arturo Barea entschieden und bin so zu folgendem Titel meiner Diplomarbeit gekommen: „Der Roman im Spanischen Bürgerkrieg: Vergleich zwischen nationalistischer und republikanischer Literatur“. Obwohl ein Großteil meiner Arbeit der Analyse der oben genannten Werke gewidmet ist, liegt der Hauptaugenmerk nicht auf den formalen Aspekten, sondern auf den geschichtlichen Ereignissen, die die Romane behandeln. Meine Arbeit gehört also nicht dem Fachgebiet der Literaturwissenschaft an, sondern dem der Landeskunde. Im Folgenden möchte ich einen kurzen Überblick über meiner Diplomarbeit geben, die aus zwei großen Teilen besteht: zum Ersten, den theoretischen Teil und zum Zweiten, die Analyse der oben genannten Werke. Zuallererst habe ich versucht, den ideologischen Hintergrund des Bürgerkrieges zu verstehen und zu resümieren. Dafür war es notwendig, die sozialen und ideologischen Unterschiede der spanischen Bevölkerung, die größtenteils noch vom 19. Jahrhundert herrührten, zu untersuchen. Im Anschluss daran habe ich die Entstehung und Entwicklung des spanischen Faschismus dargestellt und im Gegensatz dazu, die politisch gesehen linken Tendenzen aufgezeigt. In diesem Zusammenhang habe ich verschiedene Parteien und einflussreiche Politiker vorgestellt. Zu guter Letzt habe ich die unmittelbaren Gründe für den Bürgerkrieg ab der Zweiten Republik untersucht. In diesem ersten Kapitel habe ich davon abgesehen, historische Ereignisse aufzuzählen, da diese schnell und einfach in jedem Geschichtsbuch nachzulesen sind. Stattdessen habe ich mich auf die ideologischen Hintergründe konzentriert, die Spanien schon lange vor dem Bürgerkrieg in zwei Teile gespalten haben. Der zweite Abschnitt des theoretischen Teils ist der Literatur im Spanischen Bürgerkrieg gewidmet. Obwohl mein Hauptaugenmerk auf Prosa liegt, habe ich auch die Poesie und das Theater sowohl auf der Seite der Nationalisten als auch auf der der Republikaner untersucht. Da auch nach Kriegsende Literatur, die sich mit dem Thema „Bürgerkrieg“ beschäftigt, erschienen ist, habe ich auch die Werke, die unmittelbar nach dem Krieg herausgegeben wurden, erwähnt und zwischen Literatur in der Diktatur, im Exil und von nicht-spanischen Autoren unterschieden. Somit hatte ich genügend Hintergrundinformation für meine Werkanalysen, die in den folgenden zwei Kapiteln zu finden sind. Am Anfang jedes Kapitels habe ich den jeweiligen Autor – Agustín de Foxá und Arturo Barea – vorgestellt, die wichtigsten biographischen Fakten genannt, ihren Einfluss im politischen und sozialen Leben erwähnt und ihr literarisches Schaffen angeschnitten. Daraufhin habe ich grundlegende Informationen zu den analysierten Romanen – Madrid de Corte a Checa und La forja de un rebelde – genannt und bin näher auf die jeweiligen Titel eingegangen. Um der weiteren Analyse besser folgen zu können, habe ich mich entschlossen, zuerst einmal nähere Informationen zum Charakter und politischen Leben der Protagonisten aufzuzeigen. Bei Foxás Roman habe ich mich dann auf das Zusammenspiel von Realität und Fiktion konzentriert, während ich bei Bareas Werk mehr auf die Hintergründe der Autobiografie eingegangen bin. Anschließend habe ich die politische Position beider Werke analysiert und zu guter Letzt die formalen Aspekte, wie die Rolle des Erzählers und narrative sowie stilistische Mittel der Autoren. Nach der Analyse beider Werke habe ich die Darstellung des Themas „Spanischer Bürgerkrieg“ in Madrid de Corte a Checa und La forja de un rebelde verglichen. Zusammenfassend kann man sagen, dass das gleiche geschichtliche Ereignis ziemlich konträr dargestellt wird. Der nationalistische Autor ist vor allem darauf bedacht, die Zustimmung seiner Leser zu finden. Foxá teilt die fiktiven und realen Personen seines Romans ganz klar in „gut“ und „böse“ ein, und die meisten angewandten Techniken scheinen der Propaganda zu dienen. Barea, auf der anderen Seite, sieht seine Autobiografie mehr als Möglichkeit, seine eigenen inneren Konflikte aufzuarbeiten und präsentiert das geschichtliche Geschehen mit weit weniger Schwarz-Weiß-Malerei. Abschließend möchte ich sagen, dass mir beide Werke trotz ihrer Unterschiede, oder gerade deshalb, gut gefallen haben. Madrid de Corte a Checa weil man sich, trotz der einschlägigen politischen Meinung, mit dem Protagonisten identifizieren kann und auf ein glückliches Ende für ihn hofft; La forja de un rebelde weil es wahrscheinlich das erste Buch ist, das es geschafft hat, mir die Schrecken eines Krieges vollständig vor Augen zu führen. Alles in allem, hat mir die Analyse beider Werke – Madrid de Corte a Checa von Agustín de Foxá und La forja de un rebelde von Arturo Barea – geholfen, die Hintergründe des Spanischen Bürgerkrieges besser zu verstehen und somit einen wichtigen Teil der Geschichte Spaniens zu begreifen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Spanischer Bürgerkrieg Darstellung des Krieges in der Literatur Vergleich zwischen nationalistischer und republikanischer Literatur
Autor*innen
Julia Kapeller
Haupttitel (Spanisch)
La novela de la Guerra Civil Española
Hauptuntertitel (Spanisch)
comparación de literatura nacionalista y republicana ; "Madrid de Corte a Checa" de Agustín de Foxá y "La forja de un rebelde" de Arturo Barea
Paralleltitel (Deutsch)
Der Roman im Spanischen Bürgerkrieg: Vergleich zwischen nationalistischer und republikanischer Literatur
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
161
Sprache
Spanisch
Beurteiler*in
Fernando Varela Iglesias
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.66 Spanien, Portugal ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.32 Spanische Literatur
AC Nummer
AC08484808
Utheses ID
12303
Studienkennzahl
UA | 190 | 353 | 344 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1