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Mimi Grossberg
ihre Exilerfahrung verarbeitet durch ihre Tätigkeit als literarische Vermittlerin
Nicole Kneisz
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Barbara Agnese
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.13811
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29598.79580.643863-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die hier vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der österreichischen Modistin, Schriftstellerin, Lyrikerin und Herausgeberin Mimi Grossberg. 1938 musste die gebürtige Wienerin ihre Heimat verlassen und floh gemeinsam mit ihrem Mann nach New York. Durch ihre Exilerfahrung erlitt Mimi Grossberg einen Identitätsverlust, den sie in ihren Texten und in ihrer Rolle als literarische Vermittlerin verarbeitete. In ihrer neuen Heimat veröffentlicht Mimi Grossberg mehrere Lyrikbände und konnte auch durch Gedichtveröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften, wie z.B. im Aufbau, ihren Bekanntheitsgrad steigern. Sie gewann neue Freunde, die ihr halfen an sich zu glauben und durch Vorträge (z.B. im Austrian Institute, dem heutigen Austrian Cultural Forum) konnte sie aus dem neu gewonnen Vertrauen profitieren und selbst auf andere Autoren hinweisen, die ihr besonders am Herzen lagen. Durch ihre Vorträge konnte Mimi Grossberg jedoch nicht nur diejenigen Autoren ehren, die bereits bekannt waren, sondern brachte auch die Errungenschaften und das Können derer zur Sprache, die das Schicksal der Exilation mit ihr teilten. In ihrer Freizeit ging sie deren Schaffen nach, indem sie zahlreiche biographische und bibliographische Notizen sammelte und diese in einer Ausstellung und in mehreren Anthologien verewigte. Mimi Grossberg legte mit ihren Anthologien einen bedeutenden Grundstein in der Forschung zu österreichischen ExilautorInnen in Amerika nach 1938. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit zwei verschiedenen Phasen der Exilerfahrung. Die erste Phase behandelt Mimi Grossbergs literarische Verarbeitung des Exils. Diese Form der Verarbeitung spielt bei der heutigen Exilliteratur eine immer größere Rolle. Durch die Exilerfahrung ist das Gefühl der Entwurzelung und des Identitätsverlusts für die Betroffenen prägend. Um das Erlebte schließlich besser verarbeiten zu können, greifen die Exulanten oft auf die narrative Form der Verarbeitung zurück und durchleben in selbstverfassten Texten das Geschehene erneut, verarbeiten es und kreieren sich so ein neues Ganzes für sich. Durch das Erinnern und Schreiben von Notizen und Tagebucheintragungen sowie durch das Erstellen von Alben kann das Erlebte aufgearbeitet und positiv umgewandelt werden. Mimi Grossberg hat eben diesen Weg gewählt, um mit ihren Erinnerungen und Exilerfahrungen fertig zu werden. Durch die Heranziehung ihrer Tagebücher, biographischen Notizen und dem von ihr erstellten Album aus dem Jahr 1938 verdeutliche ich im ersten Teil meiner Arbeit ihren Weg ins Exil, ihre Erinnerungs-und Verarbeitungsprozesse. Außerdem belege ich, dass sie ihre Erfahrungen dazu nutzte, ihre Trauer und ihre Resignation zu bekämpfen und in Produktivität umzuwandeln. Der größte Teil meiner Arbeit befasst sich dann mit dieser Produktivität, die sich durch ihre Rolle als literarische Vermittlerin äußerte. Diese Vermittlertätigkeit ist schlussendlich ein Resultat von Mimi Grossbergs Kampf gegen ihren Schmerz. Ihr unermüdliches Tun verhalf ihr schlussendlich dazu, auf zahlreiche andere Menschen hinzuweisen und diese nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Mimi Grossberg
Autor*innen
Nicole Kneisz
Haupttitel (Deutsch)
Mimi Grossberg
Hauptuntertitel (Deutsch)
ihre Exilerfahrung verarbeitet durch ihre Tätigkeit als literarische Vermittlerin
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
151 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Agnese
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.96 Vergleichende Literaturwissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC08489236
Utheses ID
12410
Studienkennzahl
UA | 393 | | |
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