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Sexual selection and heterozygosity in wild house mice (mus musculus musculus)
Michaela Thoß
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Dustin Penn
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29921.14417.192763-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Genetische Heterozygotie ist häufig mit verbesserter individueller Fitness verbunden, da sie die Überlebenswahrscheinlichkeit und den Reproduktionserfolg erhöht. Inzucht-depression ist ein aussagekräftiges Beispiel für die Wichtigkeit genetischer Heterozygotie. Die Rolle von Heterzygotie in sexueller Selektion hingegen ist umstritten. Homozygote Männchen zeigen einen reduzierten Verpaarungs- und Reproduktionserfolg, da Inzucht die männliche Konkurrenzfähigkeit beeinträchtigt. Im Sinne der „Heterozygotie-als-Gute-Gene“-Hypothese sollten Weibchen sich bevorzugt mit ausgezüchteten, heterozygoten Männchen verpaaren, um so die Heterozygotie des Nachwuchses zu erhöhen; jedoch fehlen eindeutige Belege.
Wir untersuchten in wilden Hausmauspopulationen (Mus musculus musculus), welchen Einfluß genomweite Heterozygotie auf verschiedene Fitnessparameter, im Besonderen Verpaarungs- und Reproduktionserfolg, Überlebenswahrscheinlichkeit und soziale Dominanz, hat und belegen zum ersten Mal, dass Heterozygotie am Haupthistokompatibilitätskomplex (MHC) Verpaarungs- und Reproduktionserfolg verbessern kann, sogar wenn Inzuchteffekte ausgeschlossen sind (Kapitel I und II). Des Weiteren finden wir assortative Verpaarungen in Bezug auf MHC-Heterozygotie und belegen zum ersten Mal eine Korrelation der Heterozygotie zwischen Eltern und deren Nachkommen bei einem Säugetier. Außerdem zeigen wir, dass seltene Allele die Erblichkeit von Heterozygotie im weiteren Sinne erklären können. Wie andere Studien finden auch wir einen geringen Verpaarungs- und Reproduktionserfolg bei homozygoten Männchen, jedoch können wir dieses Ergebnis nicht der reduzierten Aggressivität der homozygoten Männchen zuschreiben, da Inzucht keinen Einfluß auf die Wahrscheinlichkeit hat, dass ein Männchen kurze Kämpfe einem Arenaaufbau gewinnt (Kapitel III). Der geringe Verpaarungs- und Reproduktionserfolg von homozygoten Männchen ist wohl eher auf Verpaarungspräferenzen der Weibchen zurückzuführen, da wir zeigen konnten, dass Weibchen den Geruch von ausgezüchteten, heterozygoten Männchen präferieren und diese Präferenz ist bei ingezüchteten, homozygoten Weibchen besonders stark ausgeprägt (Kapitel IV).
Abstract
(Englisch)
Heterozygosity is often associated with improved individual fitness as it enhances survival and reproductive success. Inbreeding depression is the most remarkable example of the importance of heterozygosity. However, the role of heterozygosity in sexual selection is controversial. Homozygous males show reduced mating and reproductive success as inbreeding impairs males’ competitive ability. According to the heterozygosity-as-good-genes hypothesis, females should prefer to mate with outbred, heterozygous males to improve offspring heterozygosity; however, the evidence is mixed.
We investigated effects of genome-wide heterozygosity on different fitness components, especially reproductive and mating success, survival and male social dominance in populations of wild-derived house mice (Mus musculus musculus) living in semi-natural enclosures (Chapters I and II) and provide first evidence that heterozygosity at major histocompatibility complex (MHC) can enhance mating and reproductive success when inbreeding is controlled. We found assortative mating for MHC heterozygosity and provide first evidence for parent-offspring correlations in heterozygosity in a mammal. Furthermore, we suggest that rare alleles can help to explain broad sense heritability of heterozygosity. We also find poor mating and reproductive success in homozygous males; however, this cannot be attributed to reduced aggressiveness in inbred males as inbreeding did not reduce the ability of males to win short, agonistic encounters in an arena setting (Chapter III). Reduced reproductive success in homozygous males might rather be due to female preferences for heterozygous males as we show that females prefer the scent of outbred, heterozygous males and this preference is especially pronounced in inbred, homozygous females (Chapter IV).
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
sexual selection heterozygosity reproductive success inbreeding male competitive ability female mate preference
Schlagwörter
(Deutsch)
sexuelle Selektion Heterozygotie Reproduktionserfolg Inzucht männliche Konkurrenzfähigkeit weibliche Partnerwahl
Autor*innen
Michaela Thoß
Haupttitel (Englisch)
Sexual selection and heterozygosity in wild house mice (mus musculus musculus)
Paralleltitel (Deutsch)
Sexuelle Selektion und Heterozygotie bei wilden Hausmäusen (Mus musculus musculus)
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
92 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
David Richardson ,
Marie Charpentier
AC Nummer
AC08513353
Utheses ID
12418
Studienkennzahl
UA | 091 | 437 | |
