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Die neue Grüne Revolution in Afrika.
eine diskursanalytische Betrachtung der "Alliance for a Green Revolution in Africa" (AGRA)
Daniela Gradinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Martina Kaller-Dietrich
DOI
10.25365/thesis.13823
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29434.37089.474455-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Bekämpfung von weltweitem Hunger bildet ein wesentliches Ziel der internationalen Entwicklungspolitik.
Zwei private US-amerikanische Stiftungen, die Rockefeller und die Bill-and-Melinda-Gates Stiftung, gründeten 2006 die „Alliance for a Green Revolution in Africa“(AGRA), welche in dieser Arbeit analysiert wird. Mithilfe diskursanalytischer Methoden wird die Organisation auf die dahinterstehenden Akteure, ihre Ziele, Programme und verwendeten Schlüsselbegriffe untersucht. Zudem werden die Ansätze AGRAs in einen entwicklungstheoretischen Diskurs eingeordnet.
Die Rockefeller Stiftung war bereits während der ersten Grünen Revolution in Asien und Lateinamerika ab den 1950er Jahren ein wesentlicher Akteur. Ziel war es Ernteerträge zu erhöhen und so Ernährung zu sichern. Es wurden neue landwirtschaftliche Hochertragssorten eingeführt, sowie künstlicher Dünger und chemische Pestizide eingesetzt. Die Beurteilung dieses großangelegten Projekts ist ambivalent: Zwar konnten Erträge signifikant erhöht werden, allerdings wurden hohe soziale und ökologische Kosten verursacht.
Die Organisation AGRA betont sich in einigen Punkten von der ersten Grünen Revolution zu unterscheiden, verfolgt aber im Wesentlichen den gleichen Ansatz: Ernteerträge durch den Einsatz von modernem Saatgut und Agrarinputs zu steigern.
Kritik an AGRA gibt es bereits zahlreich und lässt sich in zwei große Bereiche einteilen: Einerseits wird AGRA als Fortsetzung der ersten Grünen Revolution ab den 1950er Jahren gesehen und befürchtet, dass sich soziale und ökologische Probleme in Afrika wiederholen werden. Andererseits wird die Einführung von gentechnisch verändertem Saatgut durch AGRA befürchtet.
AGRAs Ansatz ist nur ein Weg, wie landwirtschaftliche Verbesserung in Afrika erreicht werden kann. Um zu zeigen, dass es auch alternative Projekte gibt, werden in der Arbeit einige agrarökologische Ansätze vorgestellt, die bereits erste Erfolge verzeichnen konnten.
AGRA ist eine junge Organisation, der verschiedene Richtungen offen stehen. Die Analyse der Organisation in dieser Arbeit gibt Einblicke über die momentanen Standpunkte und ist als Teilergebnis in einem fortlaufenden Forschungsprozess zu sehen
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Grüne Revolution AGRA Bill Gates Rockefeller Stiftung Gentechnik ökologische Landwirtschaft
Autor*innen
Daniela Gradinger
Haupttitel (Deutsch)
Die neue Grüne Revolution in Afrika.
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine diskursanalytische Betrachtung der "Alliance for a Green Revolution in Africa" (AGRA)
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
111 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martina Kaller-Dietrich
Klassifikationen
44 Medizin > 44.21 Ernährung ,
48 Land- und Forstwirtschaft > 48.16 Agrarsysteme
AC Nummer
AC08485994
Utheses ID
12420
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
