Detailansicht

Das Theater Surplus
die Theatersprache der Needcompany in der "Sad Face/Happy Face" Trilogie
Agnes Maria Hasun
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Krassimira Kruschkova
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.13836
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29359.92569.571265-5
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der hochgradig individuellen Theatersprache der belgischen Theatertruppe Needcompany an Hand ihrer „Sad Face/Happy Face“ Trilogie auseinander. Die Truppe, die sich unter der Leitung von Jan Lauwers durch einen multilingualen und äußerst vielseitigen Aufführungsstil zwischen unterschiedlichen theatralen Disziplinen auszeichnet, gilt heute als Klassiker der Avantgarde und hat seit nunmehr 25 Jahren die internationale Theaterszene maßgeblich beeinflusst. Die einzelnen Ausdrucksformen wie etwa Sprache, Schauspiel, Tanz, Musik, Raum und Film, die die Needcompany fließend mit einander verbindet, werden in dieser Diplomarbeit zu einander in Bezug gestellt. Dabei sind nicht nur die Übergänge und Überschneidung zwischen den Ausdrucksformen sondern auch die bewusst eingesetzten Leerstellen von großer Bedeutung. Die zentrale These der Arbeit geht davon aus, dass durch die Verbindung unterschiedlicher Ausdrucksformen ein Mehrwert bzw. „Surplus“ für den Zuschauer entsteht, der bzw. das über die Summe der Einzelteile hinausgeht: Durch die Kombination verschiedener Sprachen und theatraler Ausdruckformen sowie durch die starke Fragmentierung der Handlung und die Simultaneität mehrerer Aktionen, die parallel zu einander auf der Bühne ablaufen, entstehen Lücken, die den Zuschauer dazu herausfordern, selbst aktiv zu werden, selbst zu entscheiden, worauf er seine Aufmerksamkeit richtet, und die Aufführung in der eigenen Vorstellung zu einem neuen Ganzen zusammen zu setzen. Dieses Einbeziehen des Zuschauers wird durch die unmittelbare Kommunikation zwischen Bühne und Zuschauerraum, die u.a. auf einem offenen, den Zuschauer direkt ansprechenden Schauspielstil sowie auf Musik, Gesang und Tanz basiert, weiter verstärkt. Es entsteht ein gemeinsamer, barrierefreier Raum, in dem Zuschauer und Spieler mit einander verbunden zu sein scheinen.
Abstract
(Englisch)
The following diploma thesis deals with the highly individual idiom of theatrical expression revealed by the Belgian theatre troupe Needcompany in their “Sad Face/Happy Face” trilogy. Under the lead of Jan Lauwers the Needcompany has developed a multilingual performance practice in-between several theatrical disciplines and is today known as a classic of the Avantgarde, that has decisively influenced the international theatre world for more than 25 years now. The aim of the thesis is to put the different forms of expression, that are fluently connected in the works of the Needcompany – just like language, acting, dance, music, space and film –, in a close relation to each other. Through this connection of different media a “surplus” is added to the performance on behalf of the spectator, that is worth far more than the sum of its parts: Trough the combination of different languages and forms of theatrical expression as well as the extensive fragmentation of the story and the simultaneity, with which the actions develop parallelly to each other on stage, gaps are being generated, that challenge the spectator to take an active part in the show by deciding where to direct his attention to and by putting the pieces of the performance together to a new whole. Because of the active part of the spectator within the performance a common, almost barrier-free space is developed between the stage and the auditorium, through which the performers and the spectators seem to be connected with each other.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Needcompany idiom of theatrical expression "Sad Face/Happy Face" trilogy postdramatic theatre intermediality simultaneity synaesthesia gaps surplus forms of theatrical expression
Schlagwörter
(Deutsch)
Needcompany Theatersprache "Sad Face/Happy Face" Trilogie postdramatisches Theater Intermedialität Simultaneität Synästhesie Zwischenräume Surplus theatrale Ausdrucksformen
Autor*innen
Agnes Maria Hasun
Haupttitel (Deutsch)
Das Theater Surplus
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Theatersprache der Needcompany in der "Sad Face/Happy Face" Trilogie
Paralleltitel (Englisch)
Theatre Surplus - Needcompany`s idiom of theatrical expression within the "Sad Face/Happy Face" trilogy
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
195 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Krassimira Kruschkova
Klassifikationen
24 Theater > 24.03 Theorie und Ästhetik des Theaters ,
24 Theater > 24.10 Schauspielkunst ,
24 Theater > 24.12 Regie, Dramaturgie ,
24 Theater > 24.13 Theatergattungen, Theatersparten ,
24 Theater > 24.15 Tanzkunst, Bewegungskunst
AC Nummer
AC08896898
Utheses ID
12431
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1