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Das Tagebuch der Moriwaki Yōko im Kontext der Erinnerung an Hiroshima 1945
Stefan Berger
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ingrid Getreuer-Kargl
DOI
10.25365/thesis.13838
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29332.11638.951163-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit geht von einem theoretischen Begriff der „kollektiven Erinnerung“ an ein historisch relevantes Ereignis als soziale Konstruktion aus. Individuelle Erlebnisse gelangen über verschiedene Medien und soziale Mechanismen in das Bewusstsein einer Gesellschaft. Die „Erinnerung“ steht einer als objektiv geltenden „Geschichte“ gegenüber. Aus den beiden ineinander übergehenden Polen setzt sich das „allgemeine historische Wissen“ zusammen.
Die Entwicklung einer „Erinnerung“ Hiroshimas ist unmittelbar nach dem Atombombenabwurf von Suppression geprägt, Erzählungen über die Atombombenkatastrophe werden vom Kriegsverlauf dissoziiert. Erst viel später entsteht die Tendenz zur Berichterstattung von Zeitzeugen, die ihre individuellen Erlebnisse einem Publikum ohne eigene Kriegserfahrungen vermitteln. Die „Erinnerung“ an Hiroshima fokussiert die Darstellung von unschuldigen Opfern, wodurch sich ein nationales Opferbewusstsein ausbildete, das „Japan als Opfer der Atombombe“ in den Vordergrund rückte.
Die Konstruktion einer solchen „Erinnerung“ wird anhand der Publikationsgeschichte von Werken exemplifiziert, die die Lebensgeschichte von Moriwaki Yōko aufgreifen. Es handelt sich bei dieser Person um eines der zahlreichen Todesopfer der Atombombe. Von der damals zwölfjährigen ist ein Tagebuch erhalten. Diese enthalten Informationen über das Alltagsleben des Mädchens und wurde von mehreren Personen aufgegriffen, welche in verschiedenen Publikationen eine „Erinnerung“ an Moriwaki Yōko konstruierten. Die vorliegende Studie zeichnet den Verlauf dieser Veröffentlichungen nach, fokussiert die Darstellung des Mädchens und diskutiert diese Beobachtungen im Kontext der „kollektiven Erinnerung“ an Hiroshima. Die wichtigsten Akteure in Hinblick auf die Konstruktion der „Erinnerung“ an Moriwaki Yōko wurden direkt befragt und so konnten relevante Daten über ihre Hintergründe, Motivationen und Erwartungen erhoben werden, die in der Studie präsentiert und reflektiert werden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Hiroshima Erinnerung Atombombe
Autor*innen
Stefan Berger
Haupttitel (Deutsch)
Das Tagebuch der Moriwaki Yōko im Kontext der Erinnerung an Hiroshima 1945
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
167 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ingrid Getreuer-Kargl
AC Nummer
AC08531627
Utheses ID
12433
Studienkennzahl
UA | 066 | 843 | |
