Detailansicht

Das Grundgesetz zur Erziehung und seine Revision
Nicole Nagl
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ingrid Getreuer-Kargl
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.13947
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29539.78956.234155-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Prinzipien der Nachkriegserziehung wurden vom Grundgesetz der Erziehung (Kyōiku Kihon-hō) festgelegt, das im März 1947 in Kraft trat. Zu diesen Prinzipien gehörten vorrangig Demokratie, die Würde des Individuums, Chancengleichheit und das Recht auf Erziehung, wodurch eine Rückkehr zu Ultranationalismus und Militarismus verhindert und der Weg zu einer friedlichen, demokratischen Nation geebnet werden sollte. Ein weiterer wichtiger Aspekt war der Schutz vor unangemessener Einflussnahme auf die Erziehung. Im Grunde war das Gesetz seit seiner Einführung umstritten, da es besonders in zwei Punkten Kritikern eine Angriffsfläche bot. Der erste war, dass es Japan von den ausländischen Besatzungsbehörden „aufgezwungen“ worden war, der zweite, dass es keinen Bezug auf Japan oder die japanische Bevölkerung an sich nahm. Besonders konservativen Kreisen waren diese zwei Aspekte ein Dorn im Auge. Im Dezember 2006 gelang es schließlich nach fast 60 Jahren der Diskussion, eine Revision des Gesetzes durchzusetzen, wodurch sich die Grundprinzipien der Erziehung, auf denen das gesamte Bildungssystem basiert, grundlegend verändern sollten. In dieser Arbeit wird nun die Gültigkeit des Gesetzes zum Zeitpunkt seiner Revision in den vier wichtigsten Bereichen untersucht. Dazu gehören die Dezentralisierung der Verwaltungsstruktur zum Zweck der Demokratisierung, die Vermittlung eines demokratischen Wertesystems mit dem Schwerpunkt auf die Zurückdrängung von Nationalismus und Militarismus, die Unabhängigkeit der Erziehung von der Wirtschaft und die Förderung von Individualität und Chancengleichheit. Anschließend wird die Revision selbst näher beleuchtet, wobei ich mich hauptsächlich mit der politischen Diskussion, die dazu stattfand, befasse, um die Hintergründe der Revision zu analysieren und daraus Schlüsse auf die ideologische Neuausrichtung des japanischen Bildungssystems ziehen zu können.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Japan Bildungsreformen
Autor*innen
Nicole Nagl
Haupttitel (Deutsch)
Das Grundgesetz zur Erziehung und seine Revision
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
96 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ingrid Getreuer-Kargl
Klassifikation
81 Bildungswesen > 81.19 Bildungspolitik: Sonstiges
AC Nummer
AC08531640
Utheses ID
12531
Studienkennzahl
UA | 066 | 843 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1