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Marxens Indien-Korrespondenzen für die "New-York Tribune" von 1853
eine Inhaltsanalyse
Matthias Bernhart
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Reinhard Sieder
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.1576
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29198.29301.982854-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht die dichotome Konzeption des Sozialen innerhalb von sechzehn Korrespondenzen über Indien, die Marx 1853 für die „New-York Tribune“ verfasst hat und stellt Grundzüge der späteren Rezeption dieser Darstellungen durch die Kultur- und Sozialwissenschaften dar. Die Korrespondenzen werden dabei als soziales Produkt analysiert, das aus einer diskursiv geregelten Tätigkeit hervorgegangen ist, die nach dem Vorbild einer Dichten Beschreibung rekonstruiert wird. Der Schreibprozess, der auf diese Weise nachgezeichnet wird, erweist sich als von gegenläufigen Voraussetzungen geprägt: Als journalistische Darstellungen sollen die Korrespondenzen Wirklichkeit in Serie beschreiben, als Darstellungen, die von den kulturell überlieferten Schreibhaltungen und Identitäten ihres Verfassers bestimmt werden, sollen sie jedoch universale Gesetzmäßigkeiten vertreten und zu einer Revolution anleiten. Gestützt auf diesen Befund wird die dichotome Gegenüberstellung eines fortschrittlichen Westen und einer geschichtslosen und despotischen Zivilisation des alten Hindustans durch die Korrespondenzen mit Hilfe der Foucaultschen Konzeption von Heterotopie und anhand eigens kreierter Begriffe von Spiegelung und Perversion beschrieben. Die Darstellung von Hindustan als eine andersgeartete Wirklichkeit, als verkehrte Welt, innerhalb der sich die im Westen gegebenen Verhältnisse umkehren, erweist sich dabei als Versuch der Korrespondenzen, die Lücken, Brüche und Widersprüche ihrer Darstellung, die aus den gegenläufigen Tendenzen ihres Schreibens hervorgehen, zu überdecken und ihren Anspruch, universale Gesetze zu vertreten, weiterhin aufrecht zu erhalten. In einem abschließenden Schritt wird untersucht, warum diese Beziehungen von den Kultur- und Sozialwissenschaften bisher nur in Ansätzen erkannt wurden: Es zeigt sich, dass dies auf eine selektive und eingeschränkte Auseinandersetzung mit den Korrespondenzen zurückzuführen ist, die deren diskursiven Voraussetzungen nur unzureichend berücksichtigt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Karl Marx New-York Tribune orientalism history of science heterotopy world history social theory Eurocentrism asiatic mode of production
Schlagwörter
(Deutsch)
Karl Marx New-York Tribune Orientalismus Wissenschaftsgeschichte Heterotopie Universalgeschichte Gesellschaftstheorie Eurozentrismus asiatische Produktionsweise
Autor*innen
Matthias Bernhart
Haupttitel (Deutsch)
Marxens Indien-Korrespondenzen für die "New-York Tribune" von 1853
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Inhaltsanalyse
Paralleltitel (Englisch)
Marx´s India-correspondences for the "New-York Tribune" of 1853 ; a content analysis
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
157 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhard Sieder
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.01 Geschichte der Wissenschaft und Kultur ,
15 Geschichte > 15.01 Historiographie ,
15 Geschichte > 15.03 Theorie und Methoden der Geschichtswissenschaft ,
15 Geschichte > 15.20 Allgemeine Weltgeschichte ,
71 Soziologie > 71.11 Gesellschaft
AC Nummer
AC07056046
Utheses ID
1258
Studienkennzahl
UA | 312 | 295 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1