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Berufsfremde Tätigkeiten im Krankenhaus und die Auswirkungen auf den Gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege
Marion Eder
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Berta Schrems
DOI
10.25365/thesis.14000
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30361.28053.481569-1
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Durch die demografische Entwicklung und die veränderten Rahmenbedingungen im
Gesundheitswesen hat sich der Arbeitsaufwand für das Pflegepersonal in den letzten
Jahren vervielfacht. Die Pflegeintensität und Pflegekomplexität stationärer Patienten
sind deutlich gestiegen, da aber der Pflegepersonalschlüssel (Patientenzahl/
Pflegeperson) annähernd gleich geblieben ist, kommt es zunehmend zu einem
Ungleichgewicht von Bedarf und Angebot der Pflege. Diese Faktoren wirken sich
sowohl auf die Arbeitszufriedenheit des Pflegepersonals als auch auf die
Pflegequalität aus. Die Pflegenden können den Patienten nicht mehr die notwendige
Versorgung bieten, die ihrem professionellen Verständnis von guter Pflege
entspricht. Die Folgen längerfristiger Arbeitsunzufriedenheit sind unter anderem
Fluktuation und Berufsausstieg. Weiters wird das Auftreten eines Burnout-Syndroms
begünstigt, was wiederum mit hohen Kosten für das Gesundheitssystem aufgrund
krankheitsbedingter Ausfälle verbunden ist. Durch Einbußen der Pflegequalität treten
vermehrt Komplikationen bei Patienten auf, die mitunter den Krankenhausaufenthalt
verlängern und ebenfalls mit zusätzlichen Kosten verbunden sind. Aus diesem Grund
ist es wichtig, hochqualifiziertes Pflegepersonal ihrer Ausbildung entsprechend
einzusetzen und sie von Tätigkeiten, die nicht ihrer Ausbildung entsprechen und die
in dieser Arbeit als berufsfremd bezeichnet werden, zu entlasten. Zu berufsfremde
Tätigkeiten in der Pflege zählen beispielsweise hauswirtschaftliche Tätigkeiten,
Reinigungsarbeiten, die Beschaffung und Logistik von Verbrauchsgütern und
Transportdienste. Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass die Ergebnisse der
Literaturrecherche durchaus mit den Ergebnissen der empirischen Untersuchung im
LKNOE Tulln vergleichbar sind. Berufsfremde Tätigkeiten nehmen durchschnittlich
ein Drittel der zu Verfügung stehenden Arbeitszeit in Anspruch und können durchaus
von weniger qualifiziertem und auch kostengünstigerem Personal verrichtet werden.
Die Pflegenden könnten sich somit wieder vermehrt ihrem eigentlichen
Aufgabenbereich, der professionellen Versorgung von Patienten, widmen und eine
entsprechende Pflegequalität gewährleisten. Durch die Entlastung des
Pflegepersonals von berufsfremden Tätigkeiten würde die Arbeitszufriedenheit
steigen und dem Berufsausstieg von hochqualifizierten Pflegepersonal könnte
entgegengewirkt werden.
Abstract
(Englisch)
Due to demographic trends and the changing conditions in health care, the workload
of the nursing staff has multiplied in recent years.
The intensity and complexity of nursing care of in-patients has increased significantly.
Since, however, the nursing staff ratio (number of patients/nursing staff) remained
approximately the same, there is an increasing imbalance of demand and supply of
nursing. These factors affect both, the job satisfaction of nursing staff as well as the
nursing quality. The nurses can no longer provide patients the necessary care that
meets their professional understanding of good nursing. The consequences of longterm
job dissatisfaction include staff turnover and leaving the profession.
Furthermore, the occurrence of burn-out syndrome is promoted, which in turn is
associated with high costs for the health system due to illness. Losses of the quality
of nursing care leads often to complications who sometimes prolong the hospital stay
for patients and also incurs additional costs. For this reason it is important to deploy
highly qualified nursing personnel in accordance with their training and to relieve it
from activities that are not corresponding to their training or are denoted outside of
the occupational field. Non-nursing tasks include, for example housekeeping tasks,
cleaning, procurement and logistics of consumer goods and transport services. The
present study shows that the results LKNOE Tulln are comparable with those present
in the literature of. Such activities take an average of one third of the available work
time and may be well performed by less qualified and cost efficient staff. The nurses
could therefore re-increase the dedication to their primary scope of work, the
professional care of patients, and provide adequate quality of nursing care. Due to
the relief of the nursing staff from non-nursing tasks would increase job satisfaction
and career endings of highly qualified nursing staff be counteracted.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
non-nursing-tasks nursing-tasks Hospital and nursing nursing and Burnout nurses and job satisfaction
Schlagwörter
(Deutsch)
berufseigene und berufsfremde Tätigkeiten in der Pflege Pflegeausbildungen in der EU Tätigkeitsbereiche von diplomierten Pflegepersonen
Autor*innen
Marion Eder
Haupttitel (Deutsch)
Berufsfremde Tätigkeiten im Krankenhaus und die Auswirkungen auf den Gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
151 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Berta Schrems
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC08558990
Utheses ID
12580
Studienkennzahl
UA | 057 | 122 | |
