Detailansicht

"Im Griff haben"
eine Untersuchung über das Erleben herzinsuffizienter Patient/-innen bei der Bewegungsunterstützung nach dem Kinästhetik Konzept
Barbara Kirchsteiger-Wikipil
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Angelika Zegelin
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.14230
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30014.78244.210053-8
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Die chronische Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten internistischen Erkrankungen, deren progressiver Verlauf zu einem vermehrten stationären Aufenthalt der Erkrankten führt. In dieser Arbeit wird der Fokus auf ältere Menschen gelegt, bei denen es durch die akute Verschlechterung der chronischen Herzinsuffizienz zu einer vorübergehenden oder dauerhaften Verschlechterung der Beweglichkeit kommt. Ziel: Das Ziel dieser Arbeit ist es, das Erleben herzinsuffizienter bewegungseingeschränkter Patient/-innen in der Akutphase darzustellen und herauszufinden, welche Faktoren beeinflussend auf die Bewegungsunterstützung wirken können und welche Zielsetzungen verfolgt werden. Methode: Das Datenmaterial aus den zehn Interviews (sieben Frauen und drei Männer) wird mit einem halbstandardisierten Leitfadeninterview erhoben und danach mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring analysiert. Ergebnis: Es konnten sechs Hauptkategorien ermittelt werden, die einen deutlichen Einfluss auf die Interaktion während einer Bewegungsunterstützung ausüben. Diese Kategorien sind die förderlichen und hinderlichen Verhaltensweisen, weiters die Wahrnehmungen, die Rücksicht auf Pflegende, die Annahme von Hilfe sowie die individuellen Merkmale der Pflegenden. Unter die förderlichen Verhaltensweisen fallen: Motivation, Kraftquellen, Umgang, Unterstützung, Anleitung, Sicherheit, Ziele, Hilfsmittel, Grifftechnik, Präsenz und Körperkontakt. Zu den hinderlichen Verhaltensweisen zählen: Umgang, Angst, Atemnot, Resignation, Medikamentengabe sowie die Umgebungsgestaltung. Schlussfolgerung: Die Pflegenden haben einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Bewegungsunterstützung, wobei besonders die Sicherheitsvermittlung im Vordergrund steht. Die individuellen Merkmale der Pflegenden wie Geschlecht, Technik oder äußere Erscheinung spielen bei der Mobilitätsförderung eine untergeordnete Rolle. Die Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Bewegungsförderung ist der eigene Wille des bewegungseingeschränkten Menschen. Die Pflegenden haben auf die Bewegungsmotivation einen deutlich geringeren Einfluss, als die Patient/-innen selbst. Eine gemeinsame Zielsetzung der Pflegenden mit den Patient/-innen bezüglich der Bewegungsunterstützung ist empfehlenswert.
Abstract
(Englisch)
Background: Chronic heart failure is one of the most common internistic diseases. Its progressive course results in an increase of inpatient stays. This thesis focuses on the Elderly who experience transient or persistent decrease in movability due to acute detoriation of heart failure. Aim: Aim of this thesis is to describe how patients with heart failure and impaired moveability experience an acute phase, to find out which factors can have an influence on the movement support and to define objectives of this support. Method: Data was gathered from ten interviews (seven women and three men). These half standardized guideline based interviews were analysed through qualitative content analysis according to Mayring. Results: Six main categories which have a significant influence on the interaction during the movement support could be established. These categories are beneficial and hindering behavior, perception, consideration of the nurses, the ability to accept help as well as the individual characteristics of the nurses. Beneficial behaviors are: motivation, power sources, handling, support, instruction, safety, objectives, tools, grip, presence and physical contact. Hindering behaviors are: handling, fear, difficulty in breathing, resignation, medication as well as arrangement of the environment. Conclusion: The nurses have a crucial influence on the quality of movement support with the focus on creating an atmosphere of security. Individual characteristics of the nurse like sex, technique, and outer appearance are rather a secondary issue in movement support. The basic requirement for sustained support of mobility is the willpower of the impaired himself. The nurses have significantly lower influence on the patients motivation to improve mobility than the patient himself. Therefore the nurse and the patient should agree on mutual objectives of the movement support.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
movement support health promotion elderly people Kinaesthetics chronic heart failure
Schlagwörter
(Deutsch)
Bewegungsunterstützung Gesundheitsförderung ältere Menschen Kinästhetik chronische Herzinsuffizienz
Autor*innen
Barbara Kirchsteiger-Wikipil
Haupttitel (Deutsch)
"Im Griff haben"
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung über das Erleben herzinsuffizienter Patient/-innen bei der Bewegungsunterstützung nach dem Kinästhetik Konzept
Paralleltitel (Englisch)
"In control" ; an investigation about the experience of heart failure patients with the movement support on kinesthetic concept
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
XIV, 123 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Angelika Zegelin
Klassifikationen
44 Medizin > 44.14 Gesundheitsvorsorge ,
44 Medizin > 44.63 Krankenpflege ,
44 Medizin > 44.68 Gerontologie, Geriatrie ,
44 Medizin > 44.85 Kardiologie, Angiologie ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC08565177
Utheses ID
12769
Studienkennzahl
UA | 057 | 122 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1