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Dokumentarische Weltbilder
der Weg der Bilder im Dokumentarfilm am Beispiel des österreichischen Filmemachers Nikolaus Geyrhalter
Samuel Gliem
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Claus Tieber
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.14544
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30186.02237.411565-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Über das Bild im Dokumentarfilm zu schreiben ist nach wie vor ein komplexes und vielschichtiges Wagnis. Kein Dokumentarfilm oder Bild kann die Wahrheit zeigen, weil wir nur in eine Richtung schauen können, die uns vorgegeben wird. Bilder lösen eine Phantasie aus, da sie Geheimnisse in sich tragen. Kein Bild kann für sich alleine stehen es benötigt immer andere Bilder, um verstanden zu werden. Jedes Bild besitzt eine Aussage unabhängig von der Abbildung. Geyrhalter geht es nicht um die Aufklärung der Wirklichkeit im Bild, sondern um die Macht des Bildes. Das Bild trägt den Moment in sich. Es kennt nur einen Bruchstück der Wahrheit und kann daher nicht das Wissen erweitern. Nur durch Gedankenverbindungen von anderen Bildern gewinnt es an Bedeutung. Das Bild hat im Laufe seiner Geschichte unterschiedliche Funktionen innegehabt von der Propaganda bis zur Aufklärung. Deswegen sollte man das Bild erstens kritisch betrachten und zweitens zeitgenössisch einordnen, um seine Bedeutung zu analysieren. Das Bild bleibt trotzdem ein Kommunikationsmittel das Tatsachen verbreitet. Der Dokumentarfilm dient dazu, einzelne Bilder zu einer Geschichte zu verbinden. Das Bild hat niemals nur eine Bedeutung. Der Kenntnisstand wie auch die Herangehensweise an das Medium sind entscheidend für die Wahrheitsproduktion und das Wirklichkeitsverständnis. Bilder sind ein Teil unserer Gesellschaft. Sie dienen der Aufklärung und Verbreitung von Informationen. Ihre Macht ist daher unbegrenzt ausbaubar, da sie ein Eckpunkt der Meinungsbildung sein kann. „Das Kinobild, Zeuge bestimmter historischer Augenblicke, wird selbst in die Geschichte eingehen. Es wird ebenso Werkzeug wie Gegenstand der Forschung sein. Entstanden in einem Jahrhundert, das alle Jahrhunderte erzählt hat, wird es unseren Studenten von morgen von Nutzen sein.“

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Nikolaus Geyrhalter Dokumentarfilm Bild Wahrnehmung Wirklichkeit Geschichte Entwicklung Ästhetik Generationswechsel
Autor*innen
Samuel Gliem
Haupttitel (Deutsch)
Dokumentarische Weltbilder
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Weg der Bilder im Dokumentarfilm am Beispiel des österreichischen Filmemachers Nikolaus Geyrhalter
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
113 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Claus Tieber
Klassifikation
24 Theater, Film, Musik > 24.37 Film: Sonstiges
AC Nummer
AC08569098
Utheses ID
13044
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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