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Imitations of lives
die Entwicklung melodramatischer Grundmotive vom Film bis zum Reality-TV
Eva Hofer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Petra Löffler
DOI
10.25365/thesis.14618
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29120.21845.853063-3
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der melodramatische Modus ist in verschiedensten Medien und Genres zu finden. Er zeichnet sich einerseits durch die Darstellung melodramatischer Grundmotive aus, zu welchen unter anderen die Heldin als Mutter, die Dreiecksgeschichte und die böse Frau, zählen, aus. Diese melodramatischen Grundmotive stellen die Repräsentanten der Alltäglichkeit im melodramatischen Modus. Andererseits werden diese melodramatischen Grundmotive durch stilistische Mittel überspitzt dargestellt, wodurch beim Publikum erst das voyeuristische Interesse dafür geweckt wird.
Diese überspitzten Darstellungsweisen zeichnen sich in den unterschiedlichsten Medien und Genres durch verschiedenste stilistische Mittel aus. In Douglas Sirk’s Familienmelodrama Imitation of life (dt.: Solange es Menschen gibt) wird dies hauptsächlich durch eine exzessive mise en scéne erreicht, die auch eine weiter Bedeutungsebene darstellt. Mit einer aufgeladenen Ausstattung, Farbe, Requisiten und Kostümen werden den RezipientInnen zusätzliche Bedeutungen vermittelt.
In der Daily Soap, einem Nachfolgegenre des filmischen Melodramas, erfolgt diese zugespitzte Darstellungsweise mit den dramaturgischen Mitteln des Dialoges. Alles wird ausgesprochen, und durch die mise en scéne noch unterstrichen. Die offene Erzählstruktur und die Narration, die sehr stark durch Wiederholungen geprägt ist, schafft die Möglichkeit einer stärkeren ZuseherInnenbindung und zusätzliche Identifikationsangebote.
In der Doku Soap, einem Subgenre des Reality-TV, werden die melodramatischen Grundmotive mit den stilistischen Mitteln, die sowohl aus der Dokumentation, als auch aus der Soap Opera entlehnt sind, überhöht dargestellt. Durch die Alltagserzählungen über echte, nicht prominente, Menschen, die nicht berühmt sind, wird eine für das Publikum empathische Intimisierung und Personalisierung erreicht.
Das wichtigste ästhetische Mittel im melodramatischen Modus stellt jedoch der Einsatz von Musik dar, der in jeder Darstellungsweise von melodramatischen Grundmotiven verwendet wird.
Durch die unterschiedlichen Darstellungsweisen, entstehen für die ZuseherInnen divergierende Rezeptionssituationen, woraus sich auch Unterschiede in der Erzeugung von emotionalen Berührungspunkten ergeben.
Die Darstellung melodramatischer Grundmotive weist in der Entwicklung vom Film bis zur Doku Soap verschiedenste Unterschiede aber auch Parallelen auf, doch dass der melodramatische Modus explizit mit der Kombination von alltäglichen Konflikten und übertriebenen Darstellungsweisen funktioniert, bleibt durchwegs gleich.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
melodramatische Grundmotive
Autor*innen
Eva Hofer
Haupttitel (Deutsch)
Imitations of lives
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Entwicklung melodramatischer Grundmotive vom Film bis zum Reality-TV
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
98 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Petra Löffler
Klassifikation
24 Theater > 24.00 Theater, Film, Musik: Allgemeines
AC Nummer
AC09346219
Utheses ID
13112
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
