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Anwendung eines ICF-basierten Fragebogens zur Erfassung von Alltagsfunktionen bei Kindern und Jugendlichen mit Hirntumor
Daniela Spork
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Alfred Schabmann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.14662
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29178.88608.543669-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Einleitung: Durch die modernen Methoden der Diagnostik und Behandlung steigt die Überlebensrate von Kindern und Jugendlichen mit einem Hirntumor. Dadurch gewinnt die neuroonkologische Rehabilitation sowie die Untersuchung von Spät- und Langzeiteffekten immer mehr an Bedeutung. Ziel der Studie war es, Beeinträchtigungen bei Kindern und Jugendlichen zu beschreiben und medizinische Risikofaktoren hinsichtlich des differenzierten Konstruktes der Alltagsfunktionen erstmalig darzustellen. Methoden: Im Zeitraum von Juli bis November 2010 wurden 69 Hirntumorpatienten an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Wien und 41 Kontrollpersonen untersucht. Die Eltern der 5-16 jährigen Kinder und Jugendlichen wurden mithilfe des neu entwickelten Fragebogens zur differenzierten Erfassung der Alltagsfunktionen (FEAA-E) befragt. Darüber hinaus wurden krankheits- und behandlungsrelevante Faktoren sowie soziodemographische Daten erhoben. Ergebnisse: Es konnten insgesamt neun Bereiche der Funktionsfähigkeit im Alltag ermittelt werden, welche Übereinstimmungen zur Literatur und zu vorhergehenden Studien aufweisen: basale Alltagsroutine, komplexe Alltagsroutine, Aufgaben und Fertigkeiten, Fortbewegung, Stress und Ausnahmesituationen, soziale Kompetenz, verbale Kommunikation, nonverbale/schriftliche Kommunikation, Freizeit. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder und Jugendliche nach einer Hirntumorerkrankung im Vergleich zu gesunden Kindern mehr Beeinträchtigungen in der Fortbewegung und in der Partizipation an Freizeitaktivitäten aufweisen. Als Risikofaktoren für Einschränkungen in der Fortbewegung konnte ein höheres Alter bei der Diagnose sowie ein Rezidiv identifiziert werden. Die Tumorlokalisation im Supratentorium und das Auftreten eines neuerlichen Tumors führen zu Beeinträchtigungen in der Teilnahme an Freizeitaktivitäten. Des Weiteren konnten signifikante Unterschiede zwischen erkrankten und gesunden Kindern in der Übernahme von Aufgaben und dem Erlernen von Fertigkeiten beschrieben werden. Die Behandlung mit einer Chemotherapie, eine längere Zeit seit der Diagnose, das Auftreten von epileptischen Anfällen, die Tumorlokalisation im Supratentorium sowie in den motorischen Gehirnarealen ließen sich als relevante Risikofaktoren identifizieren. Konklusion: Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit der Berücksichtigung der Funktionsfähigkeit im Alltag in der Nachsorge und Rehabilitation bei Kindern und Jugendlichen nach einer Hirntumorerkrankung. Die differenzierte Betrachtung der Alltagsfunktionen ermöglicht diesbezüglich sowohl die Identifikation von Risikopatienten als auch eine gezielte Förderung.
Abstract
(Englisch)
Purpose: Modern methods of diagnostics and treatment have increased the survival rate in children with brain tumors. As a result neurooncology rehabilitation and the study of late- and long-term effects have become increasingly significant. The aim of this study was to describe impairments in children and adolescents with brain tumors and to illustrate for the first time medical risk factors involved in the separate construct of daily functioning. Methods: In the period between July and November 2010 69 patients with brain tumors, which were recruited at the university medical university of Vienna, department of pediatrics and adolescent medicine, and 41 healthy children were also analyzed as control subjects. The parents of children and adolescents ages 5 to 16 completed a newly developed questionnaire to assess daily functioning (FEAA-E), which measures this function in a differentiated way. Furthermore, disease- and treatment-related factors as well as socio-demographic data were also registered. Results: Nine components of daily functioning could be determined, which match the results of prior studies and literature: basal daily routine, complex daily routine, tasks and skills, locomotion, stress and exceptional situations, social competence, verbal communication, nonverbal/written communication, leisure time. The results showed that children and adolescents with brain tumors had greater impairments in movement and participating in leisure activities than healthy children. Risk factors for limitations in mobility were a higher age at the time of diagnosis and tumor relapse. Location of the tumor in the supratentorium and tumor relapse led to impairments in participation in leisure activities Significant differences between children with brain tumors and healthy children could be further described in the transfer of tasks and learning skills. Chemotherapy treatment, a longer time since diagnosis, epileptic seizures, and tumor location in the supratentorium and in motor areas of the brain were all identified as relevant risk factors. Conclusion: The results elucidate the importance of clarifying daily functioning in the follow-up care and rehabilitation of children and adolescents with brain tumors. The differentiated consideration of daily functioning enables the opportunity to identify patients at risk for impairments as well as specific interventions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
daily functioning brain tumor riks factors impairments ICF neurooncology
Schlagwörter
(Deutsch)
Alltagsfunktionen Hirntumor Risikofaktoren Beeinträchtigung ICF Neuroonkologie
Autor*innen
Daniela Spork
Haupttitel (Deutsch)
Anwendung eines ICF-basierten Fragebogens zur Erfassung von Alltagsfunktionen bei Kindern und Jugendlichen mit Hirntumor
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
87 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alfred Schabmann
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie ,
77 Psychologie > 77.56 Jugendpsychologie ,
77 Psychologie > 77.71 Behandlung, Rehabilitation: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.82 Rehabilitation
AC Nummer
AC08553546
Utheses ID
13153
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1