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Der Familienbegriff im Kontext der eingetragenen Partnerschaft und des pacte civil de solidarité
Christina Kralowetz
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Herbert Gottweis
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.14702
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29665.11315.518453-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Ausgangspunkt meiner Diplomarbeit ist, dass es einen diskursiven Kampf um das Konzept der Familie gibt und, dass die Diskussion um die eingetragene Partnerschaft (EP) einer der Austragungsorte dieser diskursiven Auseinandersetzung ist. Ich werde anhand der Diskussion um die EP verfolgen, wie dieser ausgetragen wird. Dabei stütze ich mich auf Michel Foucaults Diskursbegriff. Ich gehe von einem Diskurs aus, der eine soziale Praxis ist, die weiter als die Sprache geht, nämlich eine Wirklichkeit formt. In meiner Arbeit antworte ich auf die folgende Forschungsfrage: „Was sagt die rechtliche Normierung der eingetragenen Partnerschaft über den diskursiven Kampf um die Familie aus?“. Dabei ist es interessant zu untersuchen, wer sich wie und mit welchen Aussagen an diesem diskursiven Kampf beteiligt hat. Welche Institutionen, welche Gruppen waren maßgeblich beteiligt,welche waren ausgeschlossen. Welche Wertvorstellungen wurden verwendet, um Argumente zu untermauern.In meinem methodischen Teil wird die Theorie Foucaults mit der Methode Martin Schöns und Donald Reins, sowie Dvora Yanows verbunden. Schön und Rein gehen ebenfalls davon aus, dass die Wahrnehmung der Menschen von nicht sichtbaren „Frames“ umschlossen wird, die zuerst einmal lokalisiert werden müssen. Diese „Frames“ werden während menschlicher Kommunikation unbewusst angewendet und tragen dazu bei, welche Dinge ihres Umfelds Menschen wahrnehmen. In der vorliegenden Diplomarbeit wird gezeigt, wie in einem diskursiven Kampf um den Familienbegriff gegenteilige Frames aufeinander prallen. Wichtige Symbole wie Standesamt, Ehe, Kindeswohl und Familie und deren Verwendung werden ebenfalls interpretiert. Im deskriptiven Teil wird zuerst auf den allgemeinen Familienbegriff in Österreich eingegangen, dann auf die Begriffsdefinitionen der 14 Interviewpartner, später auf die entstandenen Gesetze zum PaCS und zur EP sowie auf die vorhergehenden Debatten. Dieser Teil bildet die Grundlage meiner Analyse. Zum Thema der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen gibt es verschiedenste Ansichten, die sich in zwei Lager zusammenfassen lassen, ein konservatives und ein fortschrittliches Lager. Die konservative Sichtweise ist vor allem in der christlichen Tradition verwurzelt und versucht diese weiterhin hochzuhalten. Während dieses Lager einer Anerkennung dieser Partnerschaften nicht ganz negativ gegenüber steht, wenn diese nur möglichst weit von der Norm abgrenzt werden, möchte das progressive Lager eine totale Gleichstellung erreichen. Wie dies geschehen soll, darüber gibt es keine Einigkeit, da manche NGOs nicht alle historisch gewachsenen Dinge übernehmen möchten. Die progressive Sichtweise stützt sich auf die in der Realität vorkommenden Verschiedenheiten und Nicht-Entsprechungen der Norm, die rechtlich abgesichert werden sollen. Durch das öffentliche Verteidigen einer von der Norm abweichenden Lebensweise wird der Diskurs angegriffen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
registered partnership civil union family marriage
Schlagwörter
(Deutsch)
eingetragene Partnerschaft pacte civil de solidarité Familie gleichgeschlechtliche Lebensweisen Ehe EP PACS
Autor*innen
Christina Kralowetz
Haupttitel (Deutsch)
Der Familienbegriff im Kontext der eingetragenen Partnerschaft und des pacte civil de solidarité
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
252 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Herbert Gottweis
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC08576249
Utheses ID
13189
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
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