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Popularmusik im Religionsunterricht
eine didaktische Grundlegung
Andrea Buhr
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Betreuer*in
Andrea Lehner-Hartmann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.14714
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30192.42329.348264-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Verwendung von Popularmusik im Religionsunterricht auseinander. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der didaktischen Reflexion, die vor jeder methodischen Konkretisierung stattfinden sollte. Im ersten Teil wird eine Verhältnisbestimmung von Popularmusik und Religionspädagogik vorgenommen, im zweiten Teil findet eine beispielhafte Anwendung der herausgearbeiteten didaktischen Grundlinien anhand zweier Lieder aus der Popularmusik statt. Einleitend gilt es, den Begriff „Popularmusik“ inhaltlich zu bestimmen. Dabei geht es vor allem um eine Abgrenzung zu dem Begriff „populäre Musik“, unter dem beliebte Stücke aus verschiedensten Genres zusammengefasst werden. Popularmusik lässt sich enger fassen durch bestimmte Kennzeichen wie die intendierte kommerzielle Verbreitung. Der Einsatz von Popularmusik im Religionsunterricht ist deswegen legitim und sinnvoll, da es mehrere Berührungspunkte von Musik und Religion gibt: Musik weist transzendentale Dimensionen auf, da sie über das Alltägliche hinausweist. Speziell die Popularmusik stellt einen wichtigen Faktor für die Identitätsbildung junger Menschen dar. In Liedern der Popularmusik kommen oft ihre Wünsche, Sehnsüchte und Fragen zum Ausdruck und regen so zu einer Auseinandersetzung an. Dadurch können Lieder auch eine biographische Qualität erhalten. In einer Zeit der Enttraditionalisierung kann Popularmusik durch die implizite oder explizite Thematisierung lebensweltlich relevanter Fragen religiöse Funktion erhalten. Das wird durch die oft verwendeten (religiösen) Symbole und Rituale deutlich. Für den Einsatz im Religionsunterricht ergeben sich aus diesem Befund folgende Konsequenzen: Die Alltagserfahrungen und die Lebensgeschichte der Jugendlichen dienen als Ausgangspunkt eines Suchprozesses, bei dem das Ergebnis nicht von vorne herein feststeht. Im Zentrum stehen die SchülerInnen als Subjekte des Unterrichts, und nicht vorgegebene Glaubenswahrheiten. Die Religiosität der Jugendlichen ist in jedem Fall ernst zu nehmen, auch wenn sie von traditionellen kirchlichen Pfaden abweicht. Um eine kognitive Engführung zu vermeiden, indem beispielsweise nur der Liedtext behandelt wird, sollen auch emotionale und körperliche Dimensionen von Musik in den Blick genommen werden. Bei all dem ist wichtig, dass Musik nicht für pädagogische Zwecke funktionalisiert wird. Aus diesen didaktischen Überlegungen ergibt sich, dass die Liedauswahl sorgfältig und sinnvoll getroffen werden muss. Der zweite Teil konkretisiert diese Überlegungen anhand der Songs „Mother Earth“ von Culcha Candela und „Firework“ von Katy Perry. Neben Informationen über die InterpretInnen und das Lied finden sich hier musikalisch-stilistische und thematische Anknüpfungspunkte für den Religionsunterricht. Im Resümee dieser Arbeit werden die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst und sollen als Anregung und Motivation für den Einsatz von Popularmusik im Religionsunterricht dienen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Popularmusik Religionsunterricht
Autor*innen
Andrea Buhr
Haupttitel (Deutsch)
Popularmusik im Religionsunterricht
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine didaktische Grundlegung
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
87 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andrea Lehner-Hartmann
Klassifikationen
11 Theologie, Religionswissenschaft > 11.77 Religionspädagogik ,
24 Theater, Film, Musik > 24.65 Jazzmusik, Popmusik, Rockmusik
AC Nummer
AC08768317
Utheses ID
13200
Studienkennzahl
UA | 190 | 020 | 593 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1