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Die Indioarbeit der Jesuiten im 17. und 18. Jahrhundert - Modell einer "Inkulturation"?
Christian Fasching
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Betreuer*in
Rupert Klieber
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.14715
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29300.27692.875959-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Guaraní-Missionen waren seit ihrer Entstehung im Jahre 1609 bis zu ihrem Ende 1767 unterschiedlicher Sichtweisen ausgesetzt. In diesem über 150 Jahre andauernden Missionsprojekt gelang es den jesuitischen Missionaren in der Provinz Paraguay, durch Wandermissionen dortige Indios zu bekehren und in Missionssiedlungen zusammenzuführen. Die Arbeit der europäischen Missionare wird vom Anfang bis zu ihrem abrupten Ende untersucht. Der Hauptteil der Betrachtungen bildet die Beschreibung und Beurteilung der Guaraní-Missionen. Um einen möglichst genauen Einblick in dieses Themenfeld unter dem Inkulturationsaspekt zu bekommen, ist eine Begriffsklärung der häufig verwendeten Bezeichnungen in diesem Zusammenhang der erste Schritt einer Annäherung. Anschließend werden geschichtliche Einblicke in die damalige Zeit gegeben. Der Einfluss der Reconquista und der daraus entstandene Conquistageist steht dem neuen missionarischen Ideal des Ordens der Societas Jesu gegenüber. Erst mit der Verwirklichung einer nachhaltigen Bekehrung war es möglich, dass die jesuitischen Missionare den Erfolg erreichten, welcher anderen Orden nicht beschieden war. Der Wunsch nach Entsendung zu missionarischer Tätigkeit wurde ergänzt durch das Bestreben, die indigene Bevölkerung in Paraguay mit erzieherischen Mitteln zum Menschsein nach europäischem Vorbild hinzuführen. Die Entstehung dieser Missionssiedlungen erfolgte nach dem Ruf des spanischen Gouverneurs Hernandias, der die Jesuiten für die Seelsorge der spanischen Bevölkerung und die Bekehrung der Indios anforderte. Schnell erkannten die jesuitischen Missionare, dass eine Existenzsicherung der Grundstein für die Entwicklungsarbeit mit den Indios war. Erst nach Sicherung dieser Grundbedürfnisse, wie Nahrung und Wohnen konnten sich schnell Gewerbe und Handwerk in den Guaraní-Missionen etablieren. Dieser Erfolg förderte das soziale Gefüge in den Missionssiedlungen. Die Basis dieses Systems bildeten die jeweiligen jesuitischen Missionare, welche durch Menschenkenntnis und Autorität die Entwicklung der Guaraníes in den Missionssiedlungen begünstigten.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Begriffsklärung Río de la Plata Guaraní-Missionen Entstehung Existenzsicherung Verteidigung Entwicklung religiöse Entwicklung
Autor*innen
Christian Fasching
Haupttitel (Deutsch)
Die Indioarbeit der Jesuiten im 17. und 18. Jahrhundert - Modell einer "Inkulturation"?
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
121 S. : Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rupert Klieber
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.01 Geschichte der Wissenschaft und Kultur ,
11 Theologie > 11.78 Missionswissenschaft ,
15 Geschichte > 15.00 Geschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC08768337
Utheses ID
13201
Studienkennzahl
UA | 190 | 020 | 313 |
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