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Evaluation of the economic, constitutional and social discourses between Britain and the New England Colonies between 1763 and 1767
Josef Villa
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Lothar Höbelt
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.14723
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29650.24153.436466-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Abstract Diese Arbeit untersucht die Ursachen, Differenzen und Wechselwirkungen in den wirtschaftlichen, politischen und konstitutionellen Beziehungen zwischen Gross-britannien und seinen nordamerikanischen Kolonien in der Zeit von 1763 bis 1767. Das Forschungsinteresse ist eine analytische Verdichtung und Begründung der eskalierenden Spannungsverhältnisse zwischen einem auf dem status quo beharrenden Mutterland und seinen sich rasch emanzipirenden Kolonien in Nordamerika. Nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges und mit dem Frieden von Paris 1763 hatte Grossbritannien unter der Regentschaft von George III. die politische und ökonomische Kontrolle über einen stark erweiteten und heterogenen Kolonialbesitz in Nordamerika wieder zu gewinnen und neu zu ordnen. Grundvoraussetzung dafür war die konsequente Durchsetzung von britischem Recht in Hinblick auf die Steuereinhebung, da der Krieg und die militärische Sicherung des Kolonialbesitzes ein enormes Defizit von 132 Millionen Pfund – bei einem durchschnittlichen Jahresbudget von 8 Millionen Pfund – akkumuliert hatte. Mitte 1764 begann Kanzler Grenville sein ehrgeiziges Reformprogramm mit dem Sugar Act, der auf dem Molasses Act aus 1733 basierte und importierte Molasse und Zucker besteuerte. Die Strategie von Grenville war es, den Steuersatz zu halbieren aber gleichzeitig die Einhebung dieser Abgabe durch verstärkten Einsatz von Marine und Seegerichten (Admiralty Courts) konsequent durchzusetzen. Dieser erste Reformschritt Grenville war von aufkommender Kritik aus den Kolonien begleitet, denn der Sugar Act diente nicht der akzeptierten Wirtschaftslenkung im Rahmen der Navigation Acts sondern war eine Steuer zur Finanzierung der britischen Garnisonen in den amerikanischen Kolonien. Die mit Offizieren besetzten Seegerichte ohne Berufungsmöglichkeit zur Rechtdurchsetzung verstiessen gleichzeitig gegen das konstitutionelle Rechtsverständnis der Kolonisten. Die Spannungen zwischen dem Zentralparlament und den kolonialen politischen Eliten eskalierten mit der Verabschiedung des Stamp Acts gleich auf mehreren Diskurs-Ebenen. Die politisch-konstitutionelle Auseinandersetzung betraf die Grundsatzfrage, ob das Parlament ohne politischer Repräsentation der Kolonisten das Recht hat, neue Steuern für sie zu beschliessen, welches in der kolonialen Kurzformel „no taxation without representation“ ihren Niederschlag fand. Die zweite Ebene war die ökonomische: die stark steigende Bedeutung britischer Exporte in die amerikanischen Kolonien und der monopolistische Nutzen der Navigation Acts für den britischen Handel machte ein koloniales Handelsboykott zu einer wirksamen Waffe gegenüber den steigenden Handelshemmnissen und monetären Eingriffen (Currency Act) des Mutterlandes. Der resultierende Druck britischer Kaufleute führte zur Zurücknahme dieses Gesetzes bei gleichzeitiger formaler Festschreibung, dass das Parlament weiterhin die exklusive, uneingeschränkte („in all cases whatsoever“) legistische Macht über alle Teile Britanniens ausübt. Die dritte Ebene ist jene der politischen Institute und behandelt das ungeregelte Spannungsfeld lokaler, representativer Assemblies und dem Zentralparlament. Durch die geografische Distanz und unterschiedliche kostitutionelle Interpretationen bedingt, entwickelten sich zwei realpolitisch legitimierte, konkurrierende wie auch divergierende Parallelwelten. Die zentralen Ursachen einer Entwicklung, die ab 1775 zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg führten, werden ausführlich beschrieben und analytisch zueinander in Beziehung gesetzt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
American colonies taxation George III Grenville Stamp Act Sugar Act
Schlagwörter
(Deutsch)
Amerikanische Kolonien Steuern George III Grenville Stamp Act Sugar Act
Autor*innen
Josef Villa
Haupttitel (Englisch)
Evaluation of the economic, constitutional and social discourses between Britain and the New England Colonies between 1763 and 1767
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
101 S. : graph. Darst.,
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Lothar Höbelt
Klassifikation
15 Geschichte > 15.21 Geschichte großer Gebietsräume
AC Nummer
AC08552905
Utheses ID
13207
Studienkennzahl
UA | 066 | 805 | |
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