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Fremd- und Eigenbilder in der Missionszeitschrift "Das Licht" von 1906 bis 1910
zur Repräsentation von AfrikanerInnen, Kolonialherren und MissionarInnen im kolonialen Kontext
Magdalena Waygand
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Walter Sauer
DOI
10.25365/thesis.14803
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29982.80005.446970-0
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Kontext der deutsch-namibischen Kolonialkriege und der zunehmenden Kontrolle der
AfrikanerInnen durch die Kolonialregierung, folgten die Berichte der MissionarInnen in
der Missionszeitschrift „Das Licht“ (1906-1910) den spezifischen Interessen der Mission.
Diese Berichte werden in der vorliegende Arbeit auf Repräsentationen von AfrikanerInnen,
Deutschen und MissionarInnen hin untersucht. Die Qualitative Inhaltsanalyse ergab, dass
die
Khoikhoin hauptsächlich
als
„arme
Masse“,
„gute
ChristInnen“
und
„(Handwerks-)SchülerInnen“ dargestellt wurden. Die in „Das Licht“ propagierte
„Erziehung“ der AfrikanerInnen und speziell die „Erziehung zur Arbeit“ fügte sich in den
tradierten kulturmissionarischen Diskurs ein, auf dem auch die kolonialpolitische
„Reformpolitik“ der Ära Dernburg (1907-1910) aufbaute. Die Repräsentationen in „Das
Licht“ unterschieden sich signifikant vom sozialdarwinistischen Diskurs der weißen
Siedler – war doch die Vorannahme eines Entwicklungspotentials der Khoikhoin die
Grundvoraussetzung der Arbeit der Mission – sie gingen jedoch auch nicht von einer
Gleichwertigkeit der AfrikanerInnen aus: Durch Erziehung sollten diese auf den „rechten
Weg“ von christlichem Glauben und Frieden gebracht werden sowie ihre Postion als
untergeordnete LohnarbeiterInnen in der deutschen Kolonie akzeptieren.
Abstract
(Englisch)
Given the context of the German-Namibian colonial war and increasing German colonial control over the African population missionary narrations in 'Das Licht' (1906-1910) reflected the mission's own specific interests. This paper analyses those narrations in respect of representations of Africans, Germans and missionaries. The Qualitative Content Analysis shows that the Khoikhoi were mainly depicted as “poor mass”, “good Christians” and “pupils”. The journal propagates the importance of "Erziehung" (education/upbringing) for Africans and especially “education for work” which is part of the cultural-mission discourse and therefore fitted perfectly in the colonial policy of Dernburg Era (1907-1910). As mission work was based on the presupposition that the Khoikhoi have a potential for development, representations in “Das Licht” differed significantly from the white settler's Social Darwinistic standpoints. Nevertheless equality of Africans was not suggested: Those should be educated to be peaceful, Christian and accept their colonial position as subordinate workers.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
image of Africa colonialism Namibia German Reich Nama Khoikhoi mission South-West Africa representation missionary journal
Schlagwörter
(Deutsch)
Afrikabild Kolonialismus Namibia Deutsches Reich Nama Khoikhoin Mission Südwestafrika Repräsentation Missionszeitschrift
Autor*innen
Magdalena Waygand
Haupttitel (Deutsch)
Fremd- und Eigenbilder in der Missionszeitschrift "Das Licht" von 1906 bis 1910
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Repräsentation von AfrikanerInnen, Kolonialherren und MissionarInnen im kolonialen Kontext
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
V, 143 S. : Ill., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Walter Sauer
AC Nummer
AC08544975
Utheses ID
13282
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
