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Evaluationsforschung und Raumordnung
eine meta-evaluative Analyse der Evaluierungspraxis in Österreich
Werner Dietl
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Betreuer*in
Heinz Fassmann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.14946
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29515.41592.797460-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Aus den unterschiedlichen literarischen Quellen und den Rechercheergebnissen am Beginn der Arbeit geht hervor, dass Evaluationsforschung in der Praxis der österreichischen Raumordnung keine ausgeprägte Tradition besitzt. Unter dem Deckmantel der qualitativen Verbesserung der vorhandenen Situation, sollen mittels systematischer Erfassung der evaluativen Tätigkeiten in dem o. a. Fach- bzw. Sachgebiet, Gestaltungsperspektiven für zukünftige Evaluationen erarbeitet werden. Dabei wird hauptsächlich auf bestehende Theorien, Modelle und Ansätze der Evaluationsforschung zurückgegriffen, mit dem Ziel, die gängige Praxis der Raumordnung zu spezifizieren und gleichzeitig ein Mindestmaß an methodischen Vorgaben auf Übertragbarkeit und Anwendbarkeit zu analysieren. Um ein hohes Maß an validen Untersuchungsergebnissen zu gewährleisten, werden zwei voneinander unabhängige methodische Zugänge gewählt. Die stark strukturierte Dokumenten¬analyse untersucht – und quantifiziert am Ende gruppenbezogen – 29 durchgeführte Evaluationen der letzten 20 Jahre. Ergänzt und erweitert werden die Ergebnisse dieses Verfahrens durch die empirisch gewonnen Daten von 9 Experten/-innen¬interviews. Die Forschungsresultate bringen die Uneinheitlichkeit der Evaluierungs¬praxis in der österreichischen Raumordnung an das Tageslicht. Die involvierten Akteurinnen und Akteure kommen aus verschiedenen öffentlichen und/oder privaten Institutionen und treten vermehrt in Teams auf. Das Evaluationsstadium variiert ebenso wie die Konzeption der Evaluation in organisatorischer Hinsicht. In Bezug auf den theoretischen Hintergrund geht hervor, dass ein Großteil der untersuchten Evaluationen einer erkennbaren metho-denorientierten Ausrichtung unterliegt und sich dabei sowohl auf quantitative als auch auf qualitative Verfahren stützt. Die bei der Dokumentenanalyse eingesetzten Evaluationsstandards der Gesellschaft für Evaluation (DeGEval) erreichen ein an-sprechendes Niveau mit unterschiedlicher Akzentuierung. Der Wunsch der Expertinnen und Experten nach Professionalisierung der Evaluationstätigkeiten, welche so praxisnahe wie möglich und so umfangreich wie nötig sein sollten, könnte der Schlüssel zu der Anhebung des Qualitätsniveaus sein. Das Bekenntnis zu (auch gesetzlichen) Verbindlichkeiten, Transparenz, Kooperation und einem sparsamen Umgang mit Ressourcen, soll nicht zuletzt durch den Einsatz ständig hinterfragter und reflektierter Mindestanforderungen gegeben sein.
Abstract
(Englisch)
As some of the main literary sources and research outcomes at the beginning of the work show, in Austria evaluation research has no special tradition in the field of spa-tial planning. Therefore a systematic acquisition of evaluation activities of the afore-mentioned subject is to ensure an improvement of the current situation by providing perspectives for the future. On the basis of general evaluation theories and evalua-tion models, the present study specifies the evaluation praxis in spatial planning and analyses the transferability and applicability of these theories and models. To raise the level of validity of the study two independent methods will be applied. In order to gain basic data for the exhaustive study, 29 evaluation reports of the past 20 years are analysed and completed by 9 expert interviews. The original assumption is eventually validated by the research findings. The involved main players are associated in different public and/or private institutions. Concerning the conceptual framework, the results show variable characteristics as well. Most of the conducted evaluations, however, can be assigned to the method-oriented approaches using quantitative as well as qualitative procedures. The list of acquired characteristics includes the evaluation standards of the DeGEval, an important factor of the document analysis. In total, the 25 applied standards have a varying accentuation on a good level. The majority of experts confirm the request for more professionalism in evaluation activities, small reports if possible and practical relevance as well. In order to improve the quality level, the focus needs to be put on minimum requirements regarding liability, transparency, cooperation and economisation of resources.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Evaluationsforschung Raumordnung meta-evaluative Analyse Evaluierungspraxis Österreich
Autor*innen
Werner Dietl
Haupttitel (Deutsch)
Evaluationsforschung und Raumordnung
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine meta-evaluative Analyse der Evaluierungspraxis in Österreich
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
353 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Heinz Fassmann ,
Thomas Widmer
Klassifikation
74 Geographie, Anthropogeographie > 74.60 Raumordnung, Städtebau: Allgemeines
AC Nummer
AC08590052
Utheses ID
13412
Studienkennzahl
UA | 092 | 454 | |
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