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Gesatztes Unrecht
Rekonstruktion der Reform des Wiener Betteleigesetzes
Mathias Kautzky
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Karin Liebhart
DOI
10.25365/thesis.14968
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29404.20434.519366-4
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit behandelt die Rekonstruktion der Reform des Wiener Bettelei-Gesetzes aus politikwissenschaftlicher Sicht: ausgehend von einem kurzen geschichtlichen Überblick und grundsätzlichen Begriffs-Definitionen zum Thema Betteln werden verschiedene soziale Phänomene in Bezug sowohl auf die Existenz, als auch auf die Tätigkeit der BettlerInnen beschrieben. Im Speziellen geht es darum, wie und warum die BettlerInnen in der EU-Gesellschaft mehrheitlich abgelehnt werden: darunter fallen die Zugehörigkeit der BettlerInnen-Problematik zur (EU-) Bildpolitik, die Inklusion/Exklusion bzw. Marginalisierung der BettlerInnen in Bezug auf die EU-Gesellschaft - sowohl in ihren Heimatländern als auch in Wien bzw. West-EUropa – u.a. aus wirtschaftlichen Gründen und/oder aus Gründen der körperlichen Dysfunktionalität, die Feindbildkonstruktion im Allgemeinen und die Anwendbarkeit des Feindstrafrechts in Zusammenhang mit gesetzlichen Bettelverboten, die Zugehörigkeit der BettlerInnen zur Gruppe der ‚Überflüssigen’ und die historische Behandlung der BettlerInnen - insbesondere im Nationalsozialismus – und deren Parallelen zu den aktuellen Bettelverboten.
Im zweiten Teil der Arbeit wird mittels Policy-Analyse erforscht, wie und warum das Wiener Bettelei-Gesetz zustandegekommen ist – vom Anlaß über das Agendasetting und die öffentliche Diskussion bis hin zum Gesetzesbeschluß im Wiener Landtag: mittels der ‚Advocacy-Koalitions-Theorie’ von Paul A. Sabatier werden die verschiedenen Faktoren, die zum Gesetzwerdungsprozeß des Wiener Bettel-Verbots beigetragen haben, also insbesondere politische und nicht-politische Akteure, die öffentliche Meinung und (veränderte) rechtliche Rahmenbedingungen, analysiert und hinsichtlich deren politischer Bedeutung eingeordnet.
Zusammenfassend sollen also die Gründe für sowie die Art und Weise des Zustandekommens des Wiener Bettelei-Gesetzes analysiert werden und einigen gesellschaftspolitischen Phänomenen, die sich in Bezug auf die Bettelei ergeben, gegenübergestellt werden.
Abstract
(Englisch)
From a political science perspective this thesis deals with the reconstruction of the reform of the Vienna begging-law: beginning with a short historical overview and basic definitions, various social phenomena caused by the existence and the activities of beggars shall be described.
An important topic is about how and why beggars are rejected by the majority in the EU society: this includes membership of the policy-problem to (EU) visual-politics, the inclusion/exclusion or marginalization of the beggars in relation to the EU society - both in their home countries and in Vienna and Western Europe – for example caused by economic reasons and/or reasons of physical dysfunction, the enemy construction in general and the applicability of enemy-criminal-law in connection with begging-laws, the affiliation of the beggars to the superfluous-group, and the historical treatment of the beggars - especially in National Socialism - and their parallels to the current begging-laws.
The second part of the thesis deals with a policy-analysis: how and why the Vienna begging-law has been developed - from the cause of the agenda setting and public debate to the enactment in the Vienna Landtag: using the ‘advocacy-coalition-theory' by Paul A. Sabatier the various factors that have contributed to the Vienna begging-law, especially political and non-political actors, the public opinion and the (transformed) legal framework will be analyzed and categorized depending on their political importance.
In summary the reasons for and the nature and manner of the development of the Vienna begging-law are analyzed and compared with some socio-political phenomena caused by begging.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
begging law reform
Schlagwörter
(Deutsch)
Betteleigesetz Bettel Gesetzesreform Unrecht
Autor*innen
Mathias Kautzky
Haupttitel (Deutsch)
Gesatztes Unrecht
Hauptuntertitel (Deutsch)
Rekonstruktion der Reform des Wiener Betteleigesetzes
Paralleltitel (Englisch)
Reconstructing the reform of Vienna begging-law
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
159 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karin Liebhart
Klassifikation
89 Politologie > 89.59 Politische Prozesse: Sonstiges
AC Nummer
AC08582267
Utheses ID
13432
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
