Detailansicht

Dialog im Konflikt
Interkulturalität als konstruktive Bearbeitung des Konflikts zwischen dem Volk der Mapuche und dem chilenischen Staat
Shila Auer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Georg Grünberg
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.15055
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29235.30422.532363-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit wird von der Forschungsfrage „Inwiefern trägt interkultureller Dialog in der Hochschulbildung zu einer konstruktiven Bearbeitung des Konflikts zwischen dem Volk der Mapuche und dem chilenischen Staat bei?“ geleitet. Mit dem Ziel, einen Zusammenhang zwischen den beiden Konzepten konstruktive Konfliktbearbeitung und Interkulturalität zu erkennen, führte ich im Herbst 2010 eine qualitative Feldforschung in Form von Interviews an zwei Universitäten in Temuco (Chile) durch. Die theoretische Grundlage der Arbeit ist in erster Linie das Prinzip einer konstrukti¬ven Konfliktbear¬beitung. In einer mehrdimensionalen Konfliktanalyse, stelle ich fest, dass es sich im konkreten Konfliktfall in Chile um eine interkulturelle Konfliktsituation handelt, weshalb der zweite theoretische Fokus auf dem Konzept und den Anwendungsbereichen der Interkulturalität liegt. Im Laufe der Arbeit entwickele ich ein theoretisches Modell, das den Zusammenhang zwischen den beiden Konzepten vorschlägt und es ermöglicht, die Interviews und somit die beobachtete Situation in Chile zu analysieren. Die empirische Erfahrung zeigt, dass es keinen interkul¬turellen Dialog mit konstruktivem und konfliktlösendem Potential gibt und er deshalb keinen Beitrag zu einer konstruktiven Konfliktbearbeitung leistet. Nichts desto trotz trägt die Forschung im Rahmen vorliegender Diplomarbeit durch die Abstraktion und die Einbettung in einen theoretischen Rahmen dazu bei, den Zusammenhang zwischen Interkulturalität und konstruktiver Konfliktbearbeitung zu erkennen und damit neue Perspektiven für beide Konzepte zu eröffnen. In diesem Sinne bergen insbesondere die Reflexionen und Kritiken, die in den Interviews zur Sprache kommen, das Potential, Handlungsspielräume zu eröffnen, festgefahrene Konfliktpositionen und Gesellschaftsstrukturen aufzubrechen, sowie die ehrliche, differenzierte und urteilslose Anerkennung der Mitmenschen zu fördern.
Abstract
(Englisch)
This diploma thesis is lead by the following research question: “How can an intercultural dialogue in higher education contribute to a constructive management of the conflict between the Mapuche people and the Chilean State?” Based on the objective to understand the connection between the two concepts, constructive conflict management and interculturalism, I carried out a qualitative field study in autumn 2010 in two universities in Temuco (Chile) using the method of interviews. The paper’s theoretical background is primarily based on the principle of constructive conflict management. Within the framework of a multidimensional conflict analysis, I identified the conflict situation as an intercultural one. Based on this finding, the second theoretical focus lies on the concept and application areas of interculturalism. In the course of the research process, I developed a theoretical model, which suggests a connection between the two concepts and enables an analysis of the situation observed in Chile. The empirical experience shows, that there is no intercultural dialogue with constructive and conflict solving potential and that is why it does not contribute to constructive conflict management. Nonetheless, the research carried out for this diploma thesis contributes to understanding the connection between interculturalism and constructive conflict management, by making it abstract and embedding it within a theoretical framework. In this regard, especially the reflections and criticism, which I observed in the interviews, can open scopes of action, loosen deadlocked conflict positions and social structures and can promote an honest, differentiated and neutral acknowledgement of fellow men and women.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
interculturalism conflict intercultural dialogue constructive conflict management conflict analysis Chile Mapuche indigenous peoples indigenous rights acknowledgement
Schlagwörter
(Deutsch)
Interkulturalität Konflikt interkultureller Dialog konstruktive Konfliktbearbeitung Konfliktanalyse Chile Mapuche indigene Völker indigene Rechte Anerkennung
Autor*innen
Shila Auer
Haupttitel (Deutsch)
Dialog im Konflikt
Hauptuntertitel (Deutsch)
Interkulturalität als konstruktive Bearbeitung des Konflikts zwischen dem Volk der Mapuche und dem chilenischen Staat
Paralleltitel (Englisch)
Dialogue in conflict
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
III, 142 S. : Ill., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Georg Grünberg
Klassifikationen
71 Soziologie > 71.20 Formen des Zusammenlebens: Allgemeines ,
73 Ethnologie > 73.71 Recht, Normen ,
73 Ethnologie > 73.74 Interethnische Beziehungen ,
89 Politologie > 89.41 Staat und einzelne Gruppierungen
AC Nummer
AC08580149
Utheses ID
13511
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1