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Film als Medium der Integration
europäische Kultur- und Medienpolitik angesichts der Anforderungen einer multikulturellen Gesellschaft
Nathalie Bouteiller-Marin
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Olaf Schwencke
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.15082
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30340.89764.228165-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Integrationspolitik war lange Zeit ein unbeachtetes Thema in Europa. Die Folge ist die allgegenwärtige Angst vor dem Fremden und damit verbunden steigender Rassismus, Antiislam und eine Rückbesinnung auf nationales Kulturgut. Meine Arbeit möchte zeigen, dass wir schon längst in einem inter- und transkulturellem Europa leben, das seine Identität nicht mehr aus der nationalen Kultur schöpft, sondern aus einer regionalen kulturellen Vielfalt, die sich durch den ständigen Prozess der Bewegung kontinuierlich verändert und vermischt. Die Politik der Europäischen Union schaffte vor allem im kulturellen Bereich die Vorraussetzungen für einen Austausch zwischen Künstlern und fördert bis heute filmische Koproduktionen durch finanzielle Unterstützungen. Spannungen zwischen Ethnien, Staaten und Kulturen sind jedoch weiterhin vorhanden und bilden die Themen zeitgenössischer europäischer Filme. Neben zahlreichen sonstigen Filmbeispielen sollen im Speziellen die drei Gewinner des LUX-Filmpreises des Europäischen Parlaments von 2007-2009 - Auf der anderen Seite, Lornas Schweigen und Welcome - besondere Beachtung hinsichtlich der Thematik der Grenzüberschreitung und Integration erhalten. Mit dem Migrationsthema stellt sich auch immer die Frage nach der Heimat. „Wo aber ist Heimat für den Immigranten? Sie kann nur in der Kultur der Métissage selbst, im Leben zwischen den Kulturen [...] liegen. [...] Sie muss gefunden, ja, sie muss erfunden werden. Zum Beispiel durch das Kino.“ Das interkulturelle Kino bildet eines der wichtigsten Instrumente in der europäischen Integrationpolitik. Es gibt jenen eine Stimme, die am Rande der Gesellschaft stehen und vermittelt ein repräsentatives Bild der „Fremden“, die die Menschen oftmals nur fürchten, weil sie sie nicht kennen. Mit der Macht der Bilder kann jedoch ein Dialog zwischen den Kulturen eröffnet werden, der die Bahnen für ein integriertes Europa weist, das nach den Werten der Demokratie, der Menschenrechte, der Solidarität und der Vielfalt und nach dem Willen aller Bürgerinnen und Bürger Europas geleitet wird.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Integration Film Interkulturelles Kino Cinema du Métissage Europa Kulturpolitik Medienpolitik Auf der anderen Seite Le silence de Lorna Welcome Grenzüberschreitungen
Autor*innen
Nathalie Bouteiller-Marin
Haupttitel (Deutsch)
Film als Medium der Integration
Hauptuntertitel (Deutsch)
europäische Kultur- und Medienpolitik angesichts der Anforderungen einer multikulturellen Gesellschaft
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
124 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Olaf Schwencke
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.15 Wissenschaftspolitik, Kulturpolitik ,
24 Theater, Film, Musik > 24.30 Film: Allgemeines
AC Nummer
AC08576807
Utheses ID
13533
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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