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Intertextualität in den Theaterstücken Vladimir Nabokovs
Susanne Pirker
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Brigitte Marschall
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.1678
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29938.81428.164161-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Bereits die Analyse der beiden Versdramen hat deutlich gemacht, dass Nabokov zu denjenigen Autoren gehört, die es geschickt verstehen, literarische Vorlagen mit den Mitteln der Intertextualtität zu neuen Text-Konstruktionen zu verarbeiten. Bereits in diesen frühen Werken Nabokovs kommt sein umfangreiches und fundiertes Wissen über die Dramenliteratur zum Vorschein: Marlowe, Shakespeare, Puschkin, Schiller und Goethe sind nur einige an dieser Stelle zu nennende Autoren der Weltliteratur, die uns in seinen kurzen Theaterstücken auf unterschiedliches Metaebenen wieder begegnen. Am eindrucksvollsten aber und am aufschlussreichsten für Nabokovs Theaterverständnis ist die souveräne Art, mit der er im Ereignis vorexerziert, wie die Texte von Vorgängern für die eigene literarische Produktion nutzbar gemacht werden können, ohne dabei in den Verdacht zu geraten, es sich auf den Schultern der kanonisierten 'Riesen' bequem machen zu wollen. Zahllose Texte schimmern durch den einen Text dieses Stücks durch, und doch ist dem Ereignis weder der Vorwurf ekkletizistischer Beliebigkeit noch gar der der Epigonalität zu machen. Nabokovs Auseinandersetzung mit seinen Vorgängern - in erster Linie Gogol und Tschechow - ist kritisch und kreativ, und die Frucht dieser Auseinandersetzung ist nicht nur eine seiner stärksten Arbeiten für das Theater sondern gleichzeitig sein wohl reifster und komplexester Kommentar zum Theater. Wo sich nämlich die Essays mitunter etwas schematisch und vereinfacht argumentierend ausnehmen, liefert das Ereignis ein brilliantes Manifest für ein Theater der Sackgassen und non sequiturs, ein Theater des Absurden und des Offenen. Das sogenannte well-made play hat ausgedient. Das so gerne als Metapher gebrauchte Uhrwerk, in welchem mit größter Präzision ein Rädchen ins andere greift, erweist sich als falsches, weil den Autor beengendes Ideal. Stattdessen zeigt Nabokov im Ereignis vor, wie man sich als Dramatiker der Fesseln des Determinismus entledigen kann.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Nabokov Exil Russen in Berlin Berliner Theaterszene 20er und 30er Jahre Exil Paris Essays zum Drama Intertextualität als Gedächtnisspeicher Versdramen Das Ereignis Tschechow Gogol
Autor*innen
Susanne Pirker
Haupttitel (Deutsch)
Intertextualität in den Theaterstücken Vladimir Nabokovs
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
95 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Marschall
Klassifikation
24 Theater > 24.03 Theorie und Ästhetik des Theaters
AC Nummer
AC07093934
Utheses ID
1357
Studienkennzahl
UA | 317 | 295 | |
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