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Von copyleft bis copyright
die Verbreitung von kreativen Inhalten in den neuen Medien
Daniel Tobias Schützenauer
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Erich Schweighofer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.15180
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30292.56843.464054-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Gegenstandsbereich der Arbeit ist es, vor dem Hintergrund der bereits im Software-sektor bekannten Open Source Software, das momentan wohl bekannteste Lizenz-modell für die Veröffentlichung als Open Content rechtlich zu erörtern. Denn auch wenn schöpferische Inhalte basierend auf dem Copyleft-Gedanken frei zugänglich gemacht werden, sind juristisch haltbare Lizenzen für den Schutz der zukünftigen Nutzer und den Umfang von Werknutzungsbewilligungen notwendig. Nur juristisch haltbare Lizenzen geben einem zukünftigen Nutzer die Rechtssicherheit, die er bei einer Verwendung urheberrechtlich geschützter Inhalte braucht. Welchen Wandel das Urheberrecht durch Digitalisierung und die dadurch geschaffene Möglichkeit Content bereitzustellen erfahren hat, ob mit „Creative Commons“ ein rechtlich anerkanntes Lizenzmodell konstruiert werden konnte, das einen fairen In-teressensausgleich aller Beteiligten bewirken kann, dessen Anwendbarkeit in Hinblick auf das österreichische Urheberrecht sowie Risiken und Chancen sind zentrale Themen dieser Arbeit. In diesem Zusammenhang wird auch auf die seit 29. Juni 2009 verfügbare Open Database License („ODbL“) eingegangen. Die vom Projekt Open Data Commons veröffentlichte Lizenz ist von besonderem Interesse, weil sie speziell für die Verwendung bei Datenbanken konzipiert wurde und dabei auch einige Elemente aktueller Open Source Lizenzen wie der GNU General Public License und der Creative Commons Lizenz als Contentlizenz übernimmt. Überleitend zur Rolle und Funktion von Verwertungsgesellschaften wird zudem un-tersucht, welche Schnittstellen es zwischen den individuellen und kollektiven Gestal-tungsmöglichkeiten zur Lizenzeinräumung gibt um herauszufinden, ob diese Konzepte nebeneinander bestehen können. Die Einschaltung von Verwertungsgesellschaften bietet sich oftmals an, um die ideellen und wirtschaftlichen Interessen der kreativen Schöpfer bestmöglich zu schützen. Die Frage nach dem Zusammenwirken der beiden Lizenzmodelle beinhaltet einen weiteren wesentlichen Punkt der Untersuchungen: Sind Verwertungsgesellschaften in der Lage die kollektive Lizenzerteilung mit der individuellen Rechtevergabe nach Creative Commons zu kombinieren und falls ja, welche Auswirkungen hat dies auf das Gleichgewicht des kreativen Markts? Ein Interview mit Boris Nemšić, ehemaliger CEO der mobilkom Austria und Telekom Austria und bis vor Kurzem als CEO des zweitgrößten russischen Mobilfunkanbieters VimpelCom verantwortlich für einen Markt von 142 Millionen Russen, rundet die Arbeit schließlich ab. Denn auch die Wirtschaft hat zunehmend erkannt, dass eine Mitbenutzung der Rechte an schöpferischem Gemeingut sinnvoll ist und damit die Konstruktion international anerkannter Standards notwendig wird. Dabei soll gezeigt werden, dass Open Content-Lizenzen nicht per se geschäftsfeindlich sind, sondern dass auch mit kreativen Ideen, wie auch mit freien Inhalten, Geld verdient werden kann.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Creative Commons Common Goods Content GPL GFDL Open Content Public Domain ODbL
Schlagwörter
(Deutsch)
Creative Commons Digitalisierung Digitale Schöpfung Common Goods Allmende Content CC-Lizenzen GPL GFDL Open Content Public Domain Territorialitätsprinzip Mehrfachlizenzierung Lizenzkompatibilität ODbL Kreative Ökonomie Verwertungsgesellschaften
Autor*innen
Daniel Tobias Schützenauer
Haupttitel (Deutsch)
Von copyleft bis copyright
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Verbreitung von kreativen Inhalten in den neuen Medien
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
220 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Erich Schweighofer ,
Christian Zib
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.00 Wissenschaft und Kultur allgemein: Allgemeines ,
06 Information und Dokumentation > 06.00 Information und Dokumentation: Allgemeines ,
86 Recht > 86.59 Medienrecht
AC Nummer
AC08581004
Utheses ID
13620
Studienkennzahl
UA | 083 | 101 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1