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Arzneimittelwechselwirkungen und ihre Beeinflussung durch eine veränderte Nierenfunktion
Michael Walter Straßl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Rosa Lemmens-Gruber
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.15206
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29605.13144.685260-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Rahmen der Diplomarbeit wurde mit Hilfe von vier Online-Datenbanken untersucht, welche Interaktionen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion häufig potentiell auftreten können und als wie praxistauglich der Einsatz von Datenbanken hierfür zu bewerten ist. Von November 2009 bis Ende Februar 2010 wurde die Medikation von 203 neu aufgenommenen Patienten der Akutgeriatrie des Kaiser-Franz-Josef-Spitals analysiert. 63 Patienten davon bekamen Medikamente verabreicht, bei denen eine Anpassung aufgrund der Nierenfunktion nötig ist. Diese 63 Patienten erhielten durchschnittlich 10,59 Medikamente. Den größten Anteil davon (31,96 %) nahmen Arzneimittel mit der Indikation „Herztherapie“ ein. Die vier Online-Datenbanken registrierten insgesamt 275 Interaktionen, wobei fast ein Viertel (21,43 %) Arzneistoffen mit der Indikation „kardiovaskuläres System“ zuzuordnen ist, gefolgt von Diuretika (20,03 %) sowie antithrombotischen Mitteln / Thrombozytenaggregationshemmern (17,42 %). Die Analyse der Folgen der Interaktionen ergab, dass insgesamt 259 mögliche unerwünschte Arzneimittelwechselwirkungen auftreten könnten, was die Wichtigkeit der Prüfung auf Interaktionen unterstreicht. Die drei häufigsten Folgen waren eine verminderte diuretische und antihypertensive Wirkung (15,44 %), eine verstärkte blutgerinnungshemmende Wirkung (10,04 %) und die Gefahr einer Hypoglykämie (8,49 %). Von den aufgrund der Nierenfunktion des Patienten anzupassenden Arzneistoffen waren Bisoprolol, Metformin und Clopidogrel am häufigsten an Interaktionen beteiligt. Unerwünschte Arzneimittelwechselwirkungen wären unter anderem eine verstärke Wirkung des Betablockers, Blutungsgefahr und die Gefahr einer Hyperglykämie. Als Kritik an der Überprüfung auf Interaktionen mit den Online-Datenbanken sei zu nennen, dass die Einstufung der Interaktion nach Schweregrad unabhängig von der Nierenfunktion des Patienten erfolgt. Dies führt dazu, dass in manchen Fällen, Interaktionen als zu harmlos eingestuft werden. Eine Überprüfung mit den Datenbanken alleine ist daher nicht ausreichend.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
adverse drug interactions kidney
Schlagwörter
(Deutsch)
Arzneimittelwechselwirkungen Niere
Autor*innen
Michael Walter Straßl
Haupttitel (Deutsch)
Arzneimittelwechselwirkungen und ihre Beeinflussung durch eine veränderte Nierenfunktion
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
V, 96 S. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rosa Lemmens-Gruber
Klassifikation
44 Medizin > 44.40 Pharmazie, Pharmazeutika
AC Nummer
AC08793116
Utheses ID
13644
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
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