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Einfluss einer Ernährungsintervention auf das Auftreten von Mikrokernen bei Insulinpflichtigen Typ II Diabetikern
Marie Therese Katharina Bulla
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Karl-Heinz Wagner
DOI
10.25365/thesis.15251
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29172.45388.904963-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Diabetes-Inzidenz steigt weltweit rapide an und durch multivariante Auslöser und diverse Folgeerkrankungen der Stoffwechselkrankheit stellt Diabetes Mellitus (DM) eine der größten Herausforderungen für die Gesundheitssysteme dar. DM kommt zu ca. 90% als Typ 2 Diabetes (DMT2) vor. Durch eine erhöhte Anfälligkeit auf oxidative DNA-Schäden ist auch das Krebsrisiko bei Diabetikern erhöht.
Diese Arbeit versteht sich als ein Teil der DIAPLANT-Studie, welche den Einfluss gesunder Ernährung auf unterschiedliche metabolische Werte bei Patienten mit Typ 2 Diabetes (DMT2) untersucht. Der Schwerpunkt dieser Arbeit ist die Bewertung der Ernährungsintervention auf zellulärer Ebene anhand der Parameter des Cytokinesis Block Micronucleus Assay (CBMN-Assay) (Apoptosen, Necrosen, Micronuclei (MNi), Nucleplasmic Bridges (NPBs) und Nucleoplasmic Buds (NBUDs)) in den Lymphozyten. Die Studienpopulation wurde in unterschiedliche Gesundheitsgruppen (insulinpflichtige DMT2 (IDDM) (N = 41), nicht insulinpflichtige DMT2 (NIDDM) (N = 35), GESUND (N = 11) und Patienten mit gestörter Nüchternglucose (IFG) (N = 12)) eingeteilt. In dieser Arbeit wird die Gruppe der IDDM mit den anderen Gesundheitsgruppen verglichen.
Der CBMN-Assay hat sich zu einer zuverlässigen Methode entwickelt, um DNA-Schäden und somit die Wahrscheinlichkeit einer Krebsentstehung zu bewerten. Ein erhöhtes Vorkommen an MNi ist unterschiedlichen Studien zufolge mit einem erhöhten Krebsrisiko assoziiert.
Unterschiedliche Studien berichteten bereits von einer krebspräventiven Wirkung gesunder Ernährung. Einige Studien konnten DNA-stabilisierende Effekte nach der Einnahme von Folsäure und Vitamin B12 und antioxidativen Viatminen wie Vitamin E feststellen.
Unter diesem Aspekt erhielt die Interventionsgruppe unserer Studie eine Ernährungsintervention aus 300 g Gemüse und 25 g Pflanzenöl. Beide mussten täglich über einen Zeitraum von 8 Wochen verzehrt werden. Am Anfang, am Ende der Intervention, nach 8 Wochen sowie nach 16 Wochen wurde die Studienpopulation auf die CBMN-Parameter und diverse Einflussfaktoren untersucht und die Interventionsgruppe mit der Informationsgruppe, die keine Lebensmittel erhielt, verglichen.
Die Mikrokernhäufigkeit wurde durch die Ernährungsintervention nicht signifikant beeinflusst (MNi Interventionsgruppe alle Gesundheitsgruppen T0: 24,62 ± 10,28, T2: 25,93 ± 12,23, T3: 26,52 ± 11,02; IDDM T0: 26,55 ± 7,41, T2: 29,34 ± 11,47, T3: 28,77 ± 8,53), was auch den Erwartungen entspricht, da sich auch die Einflussfaktoren nicht signifikant geändert haben.
Am deutlichsten zeigten sich die der Literatur entsprechenden Unterschiede der Geschlechter. Bei den Frauen war eine signifikant höhere MN-Frequenz zu erkennen als bei den Männern, welche jedoch mehr Apoptosen und Necrosen als die Frauen zeigten.
Die Gruppe der IDDM zeigte keinen signifikanten Unterschied zu den Gesundheitsgruppen, was bedeutet, dass die Gemüse- und Ölintervention keinen Einfluss auf die Entstehung von MNi bei insulinpflichtigen DMT2 hat.
Schlussendlich sind noch einige Studien auf diesem Gebiet nötig, da viele Fragen wie z.B. die nach den genauen Wirkmechanismen der MN-Entstehung und des Zellschutzes durch Mikronährstoffe bisweilen ungeklärt sind.
Abstract
(Englisch)
The incidence of diabetes is rising rapidly worldwide and by multivariate trigger and various metabolic complications is Diabetes Mellitus (DM) a major challenge for the health systems. DM occurs in about 90% as Type 2 Diabetes (DMT2). By an increased susceptibility to oxidative DNA damage, cancer risk in diabetics is also increased.
This work is one part of the DIAPLANT study, which examined the impact of a healthy diet with different metabolic biomarkers in Type 2 Diabetics (DMT2). The focus of this study is to assess the effects of a nutritional intervention at cellular level on the basis of the parameters of cytokinesis block micronucleus assay (CBMN assay) (apoptosis, necrosis, micronuclei (MNi), nucleoplasmic bridges (NPBs) and nucleoplasmic buds (NBUDs)) in lymphocytes. The study population was divided into different health groups (insulin dependent DMT2 (IDDM) (N = 41), non insulin dependent DMT2 (NIDDM) (N = 35), healthy (N = 11) and patients with an impaired fasting glucose (IFG) (N = 12)). In this work, the group of IDDM was compared to the other health groups.
The CBMN assay has become a comprehensive method to assess DNA damage and thus to predict the likelihood of cancer. Different studies have already shown that a higher incidence of MNi is associated with an increased risk of cancer.
Further cancer-preventive effects of healthy nutrition are evident. Some studies could show DNA-stabilizing effects after consumption of folic acid, vitamin B12 and antioxidant vitamins like vitamin E.
Within this aspect, the intervention group of our study received a dietary intervention with 300 g of vegetables and 25 g of vegetable oil. At baseline and after the intervention of 8 weeks as well as after totally 16 weeks the study population was assessed for CBMN parameters and various confounding factors. The intervention group was compared with the information group which received no food-intervention.
The MNi-frequency was not significantly affected by dietary intervention (MNi intervention group, all health groups T0: 24,62 ± 10,28, T2: 25,93 ± 12,23, T3: 26,52 ± 11,02; IDDM T0: 26,55 ± 7,41, T2: 29,34 ± 11,47, T3: 28,77 ± 8,53), which meets the expectations, since the other influencing factors showed no significant change.
The results demonstrated most clearly the differences between the sexes, which is known from literature. Women had a higher MN-frequency than men, however, men showed more apoptotic and necrotic cells than women.
The IDDM-group showed no significant difference to the healthy groups, which means that the treatment with vegetables and the oil has no influence on the development of MNi in insulin dependent DMT2.
However, in order to draw final conclusions, more studies are needed in this area, as many open questions remain such as the mechanisms of MN-formation or cell protection by micronutrients.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
nutritional intervention micronuclei type 2 diabetes cancer risk
Schlagwörter
(Deutsch)
Ernährungsintervention Mikrokerne Typ 2 Diabetes Krebsrisiko
Autor*innen
Marie Therese Katharina Bulla
Haupttitel (Deutsch)
Einfluss einer Ernährungsintervention auf das Auftreten von Mikrokernen bei Insulinpflichtigen Typ II Diabetikern
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
94 S. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl-Heinz Wagner
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.30 Naturwissenschaften in Beziehung zu anderen Fachgebieten ,
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.30 Naturwissenschaften in Beziehung zu anderen Fachgebieten
AC Nummer
AC08778990
Utheses ID
13683
Studienkennzahl
UA | 474 | | |
