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The queer fear
the threat of the lesbian vampire in Sheridan Le Fanu's "Carmilla", Whitley Strieber's "The Hunger" and Jewelle Gomez's "The Gilda stories"
Caecilia Glachs
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Eva Müller-Zettelmann
DOI
10.25365/thesis.15331
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30324.44163.814961-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Vampir übt seit langem eine Faszination auf Frauen und Männer aus. Äußerlich dem Menschen oft ähnlich, ist er doch gehüllt in einen Mantel aus Unnahbarkeit, Macht und Sinnlichkeit, die, gepaart mit Erotik, eine Anziehung auf Sterbliche ausüben. Er wird in Büchern und Filmen häufig als sexueller Verführer dargestellt, dessen hypnotisierendem Blick sich die zumeist weiblichen Opfer nicht entziehen können. Was aber passiert, wenn der Blutsauger eine Frau ist, die als Beute Frauen aussucht, nicht mit dem Ziel ihr Blut zu saugen und sie zu töten, sondern, um sie zu lieben und die Unsterblichkeit mit der Gefährtin zu verbringen? Welche Gefahr geht dann von der Vampirin aus? Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Beantwortung dieser Frage und geht der Antwort anhand von drei Werken auf den Grund. Sheridan Le Fanu’s Carmilla (1872) handelt von der gleichnamigen jahrhundertealten Vampirin, die sich in Gestalt eines jungen Mädchens in das Herz einer jungen Dame aus gutem Haus, Laura, einschleicht. Die Verführerin und ihr Opfer werden Freundinnen und bald wird offensichtlich, dass die Vampirin sich für Laura nicht nur platonisch interessiert. Im 19. Jahrhundert stellt die Vampirin somit eine Gefahr für die Moralvorstellungen der Zeit dar. Sie stiehlt den Männern, ihrer Meinung nach, die Frauen und verdirbt diese – leider meist mit tödlichem Ausgang. In Whitley Strieber’s The Hunger ist die bisexuelle Vampirin Miriam auf der Suche nach einem Gefährten, der sie in ihrer nie endenden Existenz begleitet und für immer liebt. Im 20. Jahrhundert ist ihre Auserwählte Sarah, die sich, obwohl in einer glücklichen heterosexuellen Beziehung, ebenfalls sexuell zu ihr hingezogen fühlt. Die Vampirin gefährdet den sexuellen Status Quo und setzt unmenschliche Mittel ein, um ihr Ziel zu erreichen. Wie bei Carmilla, haben auch Miriams Auserwählte kein Mitsprachrecht im Bezug auf ihre eigene Zukunft. Sie sind den Wünschen der Vampirin ausgeliefert. Die lesbische Vampirin des 20. Jahrhunderts, Jewelle Gomez’s Gilda in den Gilda Stories, stellt nicht so sehr eine Gefahr für ihre Opfer dar, da sie diese beim Akt des Bluttrinkens nicht tötet, sondern im Gegenzug Träume mit ihnen teilt. Vielmehr zeigt Gomez auf, dass die Menschheit an sich verdorben ist und nur die Vampire es geschafft haben,
lebenswerte Existenzen zu führen. Außerdem werden die lesbischen Beziehungen ihrer Vampirinnen als erfüllender und liebevoller dargestellt als heterosexuelle Beziehungen. Gomez’s Vampirinnen stellen somit keine physische Gefahr dar, allerdings wird ihre Existenz als erstrebenswertes Ideal dargestellt und das menschliche heterosexuelle Leben an sich in Frage gestellt.
Abstract
(Englisch)
Vampires have fascinated women and men alike for a very long time. Bearing a physical resemblance to human beings they seem unapproachable, powerful and sensual. All these attributes, coupled with eroticism, exert a fascinating power over mortals. In books and films, vampires are usually depicted as sexual seducers whose penetrating gaze the usually female victims cannot avert. But what happens if the blood sucker is a woman who does not seek female victims in order to drink their blood and kill them, but to love them and spend eternity with them? What kind of threats does the female vampire pose? The present thesis deals with finding answers to these questions and attempts to get to the bottom of these questions on the basis of three literary works. Sheridan Le Fanu’s Carmilla (1872) deals with a centuries-old vampire of the same name, who, in the shape of a young girl wins the heart of the young lady Laura. The seductress and her victim become friends, and soon it becomes evident that the vampire’s feeling are not of a simply platonic nature. Hence, the lesbian vampire of the nineteenth century poses a threat to the moral standards of the time. According to the men of that particular era, she steals their wives and spoils them. In Whitley Strieber’s The Hunger, the bisexual vampire Miriam is in search of a companion to share her never ending existence with. In the twentieth century, her chosen victim is Sarah. The latter, albeit being in a happy heterosexual relationship, feels equally attracted to Miriam, both emotionally and sexually. The female vampire threatens the sexual status quo and uses inhuman means to achieve her goal. The lesbian vampire of the twentieth century, Jewelle Gomez’s Gilda in the Gilda Stories, does not pose a physical threat to her victims since she does not kill them when she takes blood from them. Instead, she shares dreams with them. Gomez shows that humanity per se is rotten and only vampires have managed to lead liveable existences. Furthermore, the lesbian relationships of her vampires are depicted as stronger and more caring than heterosexual ones. Gomez’s vampires, thus, do not pose physical threats to mankind, yet, their existence is portrayed as ideal everyone should strive for and human heterosexual life per se is scrutinised.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
queer vampire lesbian threat homosexuality Queer Studies
Schlagwörter
(Deutsch)
queer Vampire lesbisch Gefahr Bedrohung Homosexualität Sexualität Queer Studies
Autor*innen
Caecilia Glachs
Haupttitel (Englisch)
The queer fear
Hauptuntertitel (Englisch)
the threat of the lesbian vampire in Sheridan Le Fanu's "Carmilla", Whitley Strieber's "The Hunger" and Jewelle Gomez's "The Gilda stories"
Paralleltitel (Deutsch)
Die queer(e) Bedrohung ; die Gefahr des lesbischen Vampirs in Sheridan Le Fanu's "Carmilla", Whitley Strieber's "The Hunger" und Jewelle Gomez's "The Gilda Stories"
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
92 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Eva Müller-Zettelmann
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen
AC Nummer
AC08587922
Utheses ID
13756
Studienkennzahl
UA | 343 | | |