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Theater des Absurden und Psychoanalyse
eine psychoanalytische Untersuchung von Eugène Ionescos Theater des Absurden
Stefan Bayer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Birgit Wagner
DOI
10.25365/thesis.15360
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29968.75761.671569-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht ausgehend von der Tradition der Darstellung des Absurden u.a. bei Alfred Jarry, Guillaume Apollinaire und Roger Vitrac ein ganz besonderes Merkmal des Theaters des Absurden, nämlich den psychoanalytischen Aspekt. Eugène Ionescos Werk wird hier vor allem mithilfe endopoetischer Theorien der psychoanalytischen Literaturwissenschaft untersucht, was zu interessanten Ergebnissen führt. In allen analysierten Stücken tauchen Konzepte der Psychoanalyse auf. „La Cantatrice chauve“ ist ein Traum, der die Merkmale der Verdichtung, Verschiebung und Symbolik ebenso wie das Erlernen der lacanschen Sprache des Unbewussten aufweist. „La Leçon“ stellt das Spannungsverhältnis zwischen Trieben, Triebaufschub, Verbrechen und Verdrängung am Beispiel der geistigen und psychischen Vergewaltigung und Ermordung einer Schülerin dar. „Victimes du devoir“ ist der Albtraum einer psychoanalytischen Inquisition und der Abstieg ins Unbewusste, der in der Triangulierung des Ödipuskomplexes gipfelt. „Les Chaises“ zeigt den psychischen Tod durch Depression und Seinsleere im Leben eines alten Ehepaars, das die Quintessenz seines Lebens nicht nach außen kommunizieren kann. „Jacques ou la Soumission“ und seine Fortsetzung „L’avenir est dans les œufs“ zeigen neben Sprachwitzen durch die Verführung, den Machtmissbrauch und den Zwang zum Koitus durch die Eltern das Scheitern ihrer Kinder. „La Jeune Fille à marier“ und „Le Maître“ thematisieren das Problem der sexuellen Identität und den Identitätsverlust durch Selbstaufgabe und Voyeurismus. „Le nouveau Locataire“ schließlich ist eine Gratwanderung zwischen der Darstellung des psychischen Konflikts durch verdrängte Aggressionen und der Manifestation der Klaustrophobie durch das Begraben werden eines Menschen unter seinen Möbeln.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Theater des Absurden absurdes Drama Eugène Ionesco Psychoanalyse psychoanalytische Literaturwissenschaft
Autor*innen
Stefan Bayer
Haupttitel (Deutsch)
Theater des Absurden und Psychoanalyse
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine psychoanalytische Untersuchung von Eugène Ionescos Theater des Absurden
Paralleltitel (Englisch)
Theatre of the absurd an psychoanalysis
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
II, 114 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Birgit Wagner
AC Nummer
AC08596968
Utheses ID
13782
Studienkennzahl
UA | 190 | 445 | 347 |
