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Heilserwartung im Schatten des Totalitarismus in der skandinavischen utopischen Literatur der 1940er Jahre
Alexander Riha
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Sven Hakon Rossel
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.15471
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29786.48155.911770-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Fragestellung der Diplomarbeit ist mannigfaltig und umfasst eine Mehrzahl an unterschiedlichen Herangehensweise an Literatur. Dabei geht es vor allem um den Umgang der utopischen Literatur mit totalitären Systemen und den Wechselwirkungen unterschiedlicher politischer, ideologischer und narrativer Ansätze. Der Verfasser geht davon aus, dass sowohl die literarische Gattung der Utopie und der Totalitarismus als säkulare Bestandteile eines Systems aufgefasst werden können, die in enge Verbindung stehen und per se den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Die klassische Struktur der literarischen Utopie seit Thomas Morus zeigt dabei schon immer Tendenzen eines Schulterschlusses mit totalitären Machtstrukturen. Die These ist, dass sich die Utopisten von diesem Schulterschluss durch die Katastrophen im Laufe des Zweiten Weltkrieges lösten und nicht nur subversiv den Faschismus/Nationalsozialismus und den Kommunismus/Stalinismus zu hinterfragen begannen, sondern auch die Tradition und die erzählerische Struktur der literarischen Utopie selbst kritisch beleuchteten. Anhand der drei analysierten Romane – Svend Petersens Gul mand vinder land (DK, 1937), Karin Boyes Kallocain (SWE, 1940) und Hans Christian Sandbecks Atomene spiller (NOR, 1946) wird gezeigt, dass die Heilserwartungen umso offener und ambivalenter ausfallen, je expliziter unterschiedliche narrative Elemente gegenübergestellt werden und je mehr ideologische Weltanschauungen dem Hang des Genres zur Komplexitätsreduktion gegenüber stehen. Petersens Utopie stellt sich dabei noch als klassisch strukturierte Utopie dar, die die Forderung nach einer bestmöglichen Welt einlöst, während Boye und Sandbeck eine Resignation gegenüber einer Erlösung aus dem Dilemma der politischen religiösen Machtstrukturen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts darstellen, wobei dies mit unterschiedlichen Konzepten dargestellt wird.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Utopie Totalitarismus Widerstandsliteratur politische Religionen Skandinavien 2. Weltkrieg
Autor*innen
Alexander Riha
Haupttitel (Deutsch)
Heilserwartung im Schatten des Totalitarismus in der skandinavischen utopischen Literatur der 1940er Jahre
Paralleltitel (Englisch)
Expectations of salvation in the shade of totalitarianism in the Scandinavian utopian literature of the 1940s
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
163 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sven Hakon Rossel
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.70 Literaturwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.71 Literaturgeschichte ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.80 Literarische Gattungen: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.91 Literatursoziologie ,
89 Politologie > 89.62 Politische Bewegungen
AC Nummer
AC08739474
Utheses ID
13882
Studienkennzahl
UA | 394 | | |
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