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"It's not the color of the skin, it's the color of the job"
Kommunikationsprozesse zwischen Geber- und Empfängerinstitutionen in der Entwicklungsprojektfinanzierung
Rosmarie Grasgruber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Hakan Gürses
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.15553
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30092.94760.259770-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In den letzten Jahren wurden zahlreiche kritische Publikationen zur so genannten ‚Entwicklungshilfe‘ beziehungsweise zur aktuellen Praxis der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) veröffentlicht. Oft bezieht man sich darin auf schlecht funktionierende Kommunikation und historisch gewachsene Machtasymmetrien in der EZA. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie indische Nichtregierungsorganisationen (NGOs) Kommunikationsprozesse mit westlichen Geberorganisationen in der Entwicklungsprojektfinanzierung wahrnehmen. Es wird die Frage nach den Schwachstellen und Potenzialen der aktuellen Praxis gestellt. Besonderen Einfluss auf Kommunikation nehmen ungleiche Machtverhältnisse, die u.a. durch das Geber-Empfänger-Verhältnis entstehen. Die mit NGO-Vertretern in Indien geführten Interviews zeigten, dass das aktuelle Prozedere der Entwicklungsprojektfinanzierung von den untersuchten Empfängerorganisationen als problematisch wahrgenommen wird. Um an Mittel zu kommen, müssen die Interessen der Geldgeber stark berücksichtigt werden, was auf Wording und Aktivitäten der NGOs Einfluss nimmt. Die an Bedeutung gewinnende rein schriftliche Kommunikation führt zu einer Bevorzugung jener Anträge, die professionell und formal korrekt geschrieben wurden. Diese sagen jedoch nicht genug über die Qualität der praktischen Arbeit der AntragstellerInnen aus. Das Prozedere ist sozial selektiv und für die Organisationen ressourcentechnisch enorm belastend. Im Rahmen einer qualitativen Inhaltsanalyse der Interviews wird das Analysepotential von interkulturellen und transkulturellen Kommunikationstheorien gegenübergestellt. Eine transkulturelle Perspektive legt das Erkenntnisinteresse vor allem auf durch mediale Konnektivitäten entstehende neue Kulturräume, wofür die EZA exemplarisch ist. Außerdem erlaubt die transkulturelle Perspektive eine vertikale Differenzierung von Gesellschaft, die sich nicht an territorialen sondern an sozialen Grenzen orientiert. Die sich aus der Analyse ergebenden Erkenntnisse werden am Ende der Arbeit zur Post-Development-Theorie in Bezug gesetzt und diskutiert.
Abstract
(Englisch)
Numerous critical publications on so-called “development aid” respectively the current practice of development cooperation have been published recently. This criticism often concerns historically based asymmetries in the distribution of power. The present master thesis deals with the perception of communication processes in development-project-funding by Indian NGOs. The interviews conducted by the author with representatives of Indian NGOs have shown that the current procedure of development project funding is perceived as problematic. Furthermore they indicate that unequal power relations, which result from a donor- respectively receiver-position, are reflected in communication processes. In order to receive funds, it is necessary to consider the interests of donors, which have an impact on wording and activities of NGOs. Written nonpersonal communication is gaining importance in development project funding and leads to preferential treatment of proposals, that are professional and formally correct. This criteria, however, does not sufficiently reveal the actual quality of the organizations’ work in the field. Written application procedures are socially selective and tremendously straining for organizations. On the basis of a qualitative content analysis the analytical potential of intercultural and transcultural communication theories are contrasted. The focus of transcultural approaches is on the formation of new cultural spaces, which arise out of media connectivities. Since development cooperation is characteristic for this phenomenon, a culture of development cooperation is postulated. Furthermore, a transcultural perspective allows a vertical differentiation of society, which is not based on territorial but social boundaries. The results of this analysis are discussed in the context of Post-Developoment-Theory.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
development cooperation development project Post-Development communication Development Communication funding NGO transcultural communication intercultural communication project management
Schlagwörter
(Deutsch)
Entwicklungszusammenarbeit Entwicklungsprojekte Kommunikation Development Communication Post-Development Projektfinanzierung NGO transkulturelle Kommunikation interkulturelle Kommunikation Projektmanagement
Autor*innen
Rosmarie Grasgruber
Haupttitel (Deutsch)
"It's not the color of the skin, it's the color of the job"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Kommunikationsprozesse zwischen Geber- und Empfängerinstitutionen in der Entwicklungsprojektfinanzierung
Paralleltitel (Englisch)
"It's not the color of the skin, it's the color of the job" ; communication processes between Donor - and recipient institutions in development project funding
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
155 S. : Ill., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hakan Gürses
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.02 Kommunikationstheorie ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.12 Kommunikationsprozesse ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
71 Soziologie > 71.52 Kulturelle Prozesse ,
71 Soziologie > 71.60 Soziale Fragen, soziale Konflikte: Allgemeines ,
73 Ethnologie > 73.90 Kulturelle Aspekte von Wirtschaft und Arbeitswelt ,
89 Politologie > 89.60 Politische Organisationen: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.71 Internationale Zusammenarbeit: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.74 Internationale Zusammenarbeit: Sonstiges ,
89 Politologie > 89.93 Nord-Süd-Verhältnis
AC Nummer
AC08799464
Utheses ID
13948
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
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