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"... und behinderte Menschen sollen dort sterben, wo sie leben!"
Sterbebegleitung von Menschen mit geistiger Behinderung in vollbetreuten Wohneinrichtungen der Wiener Behindertenhilfe
Irene Luftensteiner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Andrea Strachota
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.15707
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29686.37415.467161-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die heilpädagogische Praxis in vollbetreuten Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung ist gegenwärtig mit einer steigenden Anzahl älter werdender und alter Bewohner/innen konfrontiert. Dadurch wird auch die Frage, wie diese Menschen in ihrem Sterben begleitet werden (können) prekär. Die vorliegende Arbeit gibt einen Einblick in diese Thematik und geht der Frage nach, wie heilpädagogische Mitarbeiter/innen in vollbetreuten Wohneinrichtungen für geistig behinderte Menschen in Wien die Begleitung sterbender Bewohner/innen erleben. Einer Befragung von Mitarbeiter/innen, die bereits über Erfahrung in der Sterbebegleitung verfügen, geht eine theoretische Auseinandersetzung mit relevanten Aspekten der Fragestellung voraus. Aus der Zusammenschau der Befragungsergebnisse und dieser theoretischen Grundlegung ergibt sich die Möglichkeit zur Beantwortung der Forschungsfrage. Sterbebegleitung ist eine heilpädagogische Aufgabe, mit der Mitarbeiter/innen in Wohneinrichtungen zunehmend konfrontiert werden. Bisher sind sie dafür jedoch unzureichend ausgebildet. Mangelnde Ausbildung bzw. Vorbereitung und zahlreiche Belastungen, die mit der Sterbebegleitung einhergehen (wie beispielsweise der steigende Pflegebedarf der sterbenden Person, die erhöhte Aufmerksamkeit, welche die Mitbewohner/innen benötigen, konflikthafte Situationen innerhalb des Teams, die persönliche emotionale Betroffenheit durch das Sterben etc.) können zu Überforderung führen. Daraus ergibt sich sowohl hinsichtlich der Ausbildung angehender heilpädagogischer Mitarbeiter/innen als auch hinsichtlich der Unterstützung, die Mitarbeiter/innen für die Zeit der Sterbebegleitung benötigen, Handlungsbedarf. Externe Pflegekräfte und mobile Hospizteams leisten hier einen wesentlichen Beitrag. Trägereinrichtungen sind aufgefordert, Konzepte zu entwickeln, die die Realität sterbender Bewohner/innen und die damit einhergehenden Erfordernisse berücksichtigen. Ziel sollte es sein, Menschen mit geistiger Behinderung in ihrer gewohnten Umgebung bis an ihr Lebensende zu begleiten und Mitarbeiter/innen bei dieser Aufgabe bestmöglich zu unterstützen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Sterbebegleitung Menschen mit geistiger Behinderung heilpädagogische Wohneinrichtungen heilpädagogische Mitarbeiter/innen
Autor*innen
Irene Luftensteiner
Haupttitel (Deutsch)
"... und behinderte Menschen sollen dort sterben, wo sie leben!"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Sterbebegleitung von Menschen mit geistiger Behinderung in vollbetreuten Wohneinrichtungen der Wiener Behindertenhilfe
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
187 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andrea Strachota
Klassifikationen
79 Sozialpädagogik > 79.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
79 Sozialpädagogik > 79.14 Behindertenhilfe ,
80 Pädagogik > 80.26 Geistigbehindertenpädagogik ,
80 Pädagogik > 80.34 Sonderpädagogik: Sonstiges
AC Nummer
AC09355760
Utheses ID
14095
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1