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Modellentwicklung zur Vorhersage von Körperfettwerten aus dem 3D Ganzkörperscanner
Martina Holnsteiner
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Betreuer*in
Arnold Baca
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30233.69242.708254-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Erforschung der Körperzusammensetzung gilt als eigenständiger Wissenschaftszweig der Humanbiologie und beschäftigt sich mit den quantitativ erfassbaren Komponenten des menschlichen Körpers, mit dem Ziel, einzelne Bestandteile zu bestimmen. Trotz eines vielfältigen Angebotes an Messmethoden ist eine exakte Bestimmung des Körperfettanteils beim lebenden Organismus nicht möglich. Der wahre Körperfettgehalt des Menschen kann nicht tatsächlich gemessen, sondern nur abgeschätzt werden. Aus diesem Grund werden immer wieder neue Technologien zur Bestimmung der Körperzusammensetzung eingesetzt, die im Vergleich zu bereits bestehenden Methoden möglichst wenige Nachteile aufweisen. Der Einsatz der 3D Ganzkörperscantechnologie zur Körperfettbestimmung erzielt in diesem Zusammenhang wachsendes Interesse. Die zahlreichen Vorteile, insbesondere jene ökonomischer Natur, sprechen für den Einsatz der 3D Ganzkörperscantechnologie in der Erforschung der Körperzusammensetzung.
Die Grundidee für die Entstehung der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit entstand aus dem Interesse, die 3D Ganzkörperscantechnologie zur Vorhersage des Körperfettanteils nutzbar zu machen. Ziel dabei ist, ein mathematisches Modell zur Vorhersage des Körperfettanteils aus den Werten eines 3D Ganzkörperscanners zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurde im August 2010 von den Abteilungen Sport- und Leistungsphysiologie sowie Biomechanik, Bewegungswissenschaft und Sportinformatik des Institutes für Sportwissenschaft der Universität Wien gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Sportmedizin eine Studie durchgeführt. Von 139 gesunden Probanden/innen (100 Frauen / 39 Männer, Alter: 49,25 ± 11,02 Jahre; BMI: 27,7 ± 5,3 kg/m2) wurden Körperfettwerte mittels dreier verschiedener Feldmethoden bestimmt sowie äußere Erscheinungsmerkmale mit einem 3D Ganzkörperscanner ermittelt. Die drei Methoden zur Bestimmung des Körperfettanteils wurden mit dem Bland-Altman Verfahren verglichen. Die Vorhersagegleichungen für den prozentuellen Körperfettanteil von Männern (n = 38, r2 = 0,73) und Frauen (n = 100, r2 = 0,861) wurden mit der linearen Regressionsanalyse basierend auf den Werten der bioelektrischen Impedanzanalyse entwickelt.
Fazit dieser wissenschaftlichen Arbeit ist, dass die 3D Ganzkörperscantechnologie mit den entwickelten Vorhersagegleichungen durchaus als Methode zur Bestimmung des Körperfettanteils eingesetzt werden kann. Die Frage, wie präzise die Vorhersage des Körperfettanteils mit den entwickelten Vorhersagegleichungen für Männer und Frauen tatsächlich ist, konnte jedoch nicht genau geklärt werden. Der Grund dafür ist, dass die Modelle anhand einer Referenzmethode entwickelt wurden, die zwar präziser ist als andere Feldmethoden, die jedoch nicht als „Golden Standard“-Methode gilt. Aus diesem Grund wird eine neuerliche Modellentwicklung anhand beispielsweise der Air Displacement Plethysmographie zur Validierung der entwickelten Vorhersagegleichungen empfohlen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
3D Ganzkörperscantechnologie Körperfettbestimmung
Autor*innen
Martina Holnsteiner
Haupttitel (Deutsch)
Modellentwicklung zur Vorhersage von Körperfettwerten aus dem 3D Ganzkörperscanner
Publikationsjahr
2011
Umfangsangabe
155 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Arnold Baca
AC Nummer
AC09432196
Utheses ID
14124
Studienkennzahl
UA | 066 | 826 | |
